Airbus droht eine Milliardenstrafe

18.09.2017 - 12:45 0 Kommentare

Airbus soll die über Zwischenhändler abgewickelten Verkäufe einiger A380-Jets den Behörden gegenüber nicht ordnungsgemäß dokumentiert haben. Nun könnten die Ermittlungen teure Folgen haben.

Die erste A380 wurde im Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben. - © © Airbus -

Die erste A380 wurde im Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben. © Airbus

Die Korruptionsermittlungen zweier Behörden gegen Airbus könnten eine Milliardenstrafe zur Folge haben. Wie der "Evening Standard" berichtet, trafen sich britische Ermittler des SFO (Serious Fraud Office) mit ihren französischen Kollegen des PNF (Parquet National Financier), um zu beraten, wie Airbus zu einer Vergleichszahlung (DPA, Deferred Prosecution Agreement) gezwungen werden könne. Die Zusammenarbeit auf dieser Ebene zwischen britischen und französischen Staatsanwälten ist beispiellos, sagte die Zeitung. SFO-Chef David Green wolle den Vergleich bis zum Ende seiner Amtszeit im April erreichen, hieß es weiter.

Der französische und deutschsprachige Flugzeugbauer nutzte angeblich hochbezahlte Zwischenhändler, um A380-Flugzeuge im Wert von Milliarden unter anderem nach China, der Türkei, Indonesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu verkaufen. Die Untersuchungen waren eingeleitet worden, nachdem der Konzern den britischen Behörden ungenaue Angaben über die Bezahlung der Mittelsmänner gemacht hatte.

Auf Anfrage der Zeitung wollten sich weder SFO oder PNF noch Airbus zu den Einzelheiten äußern. In einem ähnlichen Fall erwirkte das SFO im Januar einen 497-Millionen-Pfund-Vergleich mit Rolls-Royce.

Von: cs
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