Farnborough

Airbus lässt A400M am Boden

06.07.2012 - 07:33 0 Kommentare

Der Militärtransporter Airbus A400M wird bei der Farnborough International Airshow nächste Woche nicht bei den Flugvorführungen zu sehen sein. Die Maschine muss wegen Metallspänen im Getriebe am Boden bleiben.

A400M des Luftfahrtkonzerns Airbus Military ist am Dienstag (22.05.2012) auf dem Flughafen Cottbus-Drewitz  - © © dpa - Patrick Pleul

A400M des Luftfahrtkonzerns Airbus Military ist am Dienstag (22.05.2012) auf dem Flughafen Cottbus-Drewitz © dpa /Patrick Pleul

Der Militärtransporter Airbus A400M muss bei der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough (9. bis 15. Juli) wegen technischer Probleme erneut am Boden bleiben. In einem der Getriebekästen seien Metallspäne gefunden worden, sagte eine Sprecherin der EADS-Tochter Airbus Military am Donnerstag. Es sei noch unklar, woher die Teile stammten. Die Unsicherheit sei unvereinbar mit den schwierigen Flugmanövern, die die Maschinen bei den Vorführungen an solchen Messen üblicherweise in der Luft vollführen.

Bei der Messe in Farnborough, die am kommenden Montag beginnt, soll das Flugzeug nur am Ausstellungsstand zu sehen sein. Dies ist nicht das erste Mal, dass technische Probleme den A400M an den Boden fesseln. Bereits bei der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris vor einem Jahr war das Flugzeug nur am ersten Tag gestartet. Auch damals sorgte das Getriebe für Schwierigkeiten. Am Bau der Maschine sind neben Airbus Military auch die Triebwerksbauer MTU und Rolls-Royce sowie die französische Safran-Sparte Snecma beteiligt.

Die Erstauslieferung des A400M hat sich wegen technischer Probleme bei der Entwicklung um mehr als drei Jahre verzögert. Fünf Exemplare des Turboprop-Fliegers sind inzwischen in der Luft, drei weitere werden gerade zusammengebaut. Die erste Maschine soll spätestens Ende März 2013 an Frankreich ausgeliefert werden. Daneben zählen Deutschland, Spanien und Großbritannien zu den wichtigsten Kunden.

Von: dpa
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