Airbus-Riesenjets droht wohl die Verschrottung

03.07.2017 - 16:25 0 Kommentare

Die Leasing-Verträge mehrerer Langstreckenjets A380 laufen bald aus. Leasinggeber und Airline verhandeln über neue Kontrakte, doch sollte dies nicht erfolgreich sein, könnten die Maschinen verschrottet werden.

Die erste A380 wurde im Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben. - © © Airbus -

Die erste A380 wurde im Oktober 2007 an Singapore Airlines übergeben. © Airbus

Fluglinien zeigen kaum noch Interesse am Doppelstock-Flieger A380 von Airbus. Den ersten ausgelieferten Modellen droht laut eines Medienberichts inzwischen die Zerlegung in Einzelteile. Zunächst könnten von Singapore Airlines betriebene Maschinen im Besitz von Fonds des Dortmunder Anbieters Dr. Peters betroffen sein, berichtete die "Wirtschaftswoche".

Deren Leasing-Verträge laufen demnach ab Oktober aus. "Wir verhandeln über neue Leasingverträge, doch wir können eine Zerlegung der Flugzeuge nicht ausschließen", sagte Dr.-Peters-Chef Anselm Gehling dem Magazin. Durch die Verschrottung sollen demnach Verluste vermieden werden, denn für viele Ersatzteile könnten derzeit fast Neupreise erzielt werden.

© Airbus, Lesen Sie auch: Warum gibt es noch keine A380neo? Antworten aus dem Cockpit

Airbus fasst derzeit eine Neuauflage seines Ladenhüters A380 mit höherer Effizienz durch Verbesserungen an der Aerodynamik und in der Kabine ins Auge. Experten zufolge könnten dann auch ältere Modelle nachgerüstet werden.

Von: cs, dpa-AFX
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