Neues Endmontagewerk

Airbus feiert A350-Produktionsstart

23.10.2012 - 15:07 0 Kommentare

Im Wettlauf mit dem US-amerikanischen Erzrivalen Boeing setzt der Flugzeugbauer Airbus große Hoffnungen auf seine neue Langstreckenmaschine A350 XWB. Der erste Modell soll nächstes Jahr zum Jungfernflug starten. Am Dienstag wurde in Toulouse schon einmal gefeiert.

Airbus-Chef Fabrice Bregier spricht am 23.10. 2012 während der Einweihungsfeier der A350-Endmontagehalle in Toulouse

Airbus-Chef Fabrice Bregier spricht am 23.10. 2012 während der Einweihungsfeier der A350-Endmontagehalle in Toulouse
© Airbus 2012 - P. Masclet

Die A350-Endmontagelinie in Toulouse wird am 23.10. 2012 auf den Namen Roger Beteille getauft

Die A350-Endmontagelinie in Toulouse wird am 23.10. 2012 auf den Namen Roger Beteille getauft
© Airbus 2012 - H. Goussé

EADS-Chef Tom Enders (li), Airbus-Chef Fabrice Bregier (Mi) und der franz

EADS-Chef Tom Enders (li), Airbus-Chef Fabrice Bregier (Mi) und der franz
© Airbus 2012 - H. Gouss

Airbus feiert den offiziellen Produktionsstart seines Langstreckenfliegers Airbus A350. Der Flugzeugbauer eröffnete am Dienstag am Stammsitz im südfranzösischen Toulouse das mehr als 70.000 Quadratmeter große Endmontagewerk für die A350 XWB. Das erste flugfähige Modell wird derzeit zusammengebaut und soll nach erheblicher Verspätung nun im Sommer 2013 fertig sein. Die Einzelteile für den Flieger kommen unter anderem von den deutschen Airbus-Standorten in Bremen und Stade bei Hamburg. «Während so viele andere reduzieren müssen, stellen wir weiter ein, investieren und expandieren», hob Airbus-Chef Fabrice Brégier auf der Feier hervor.

Der zum großen Teil aus besonders leichten Verbundwerkstoffen bestehende Flugzeugtyp gilt als europäische Antwort auf die 787 «Dreamliner» des US-Konkurrenten Boeing. Diese werden bereits seit dem Herbst 2011 an Kunden ausgeliefert. Die Markteinführung des ersten Airbus A350 ist derzeit für das zweite Halbjahr 2014 vorgesehen. Der Termin musste wegen Entwicklungsproblemen bereits mehrmals nach hinten verschoben werden. Zum Programmstart hatte Airbus noch eine Erstauslieferung für 2013 vorgesehen.

Insgesamt hat Airbus für den neuen Jet bereits 558 Bestellungen von 34 Kunden. Die großen deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin gehören bislang jedoch nicht dazu.

Die zweistrahlige A350 mit Reichweiten von mehr als 15 000 Kilometern soll in drei unterschiedlichen Versionen gebaut werden. Der Listenpreis liegt je nach Ausstattung zwischen 245,5 Millionen Dollar (188 Mio Euro) für die kürzere Version A350-800 mit 270 Sitzen, bei 277,7 Millionen Dollar für die A350-900 mit 314 Sitzen sowie bei 320,6 Millionen Dollar (246 Mio Euro) für die längste Variante A350-1000 mit 350 Sitzen.

Zur offiziellen Werkeröffnung in Toulouse kam neben Airbus-Chef Brégier auch der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault. Benannt ist die Fertigungsstätte nach Roger Béteille, der als einer der Gründungsväter von Airbus gilt. «Der Erfolg von Airbus ist ein konkretes Beispiel dafür, wie europäische Partner durch enge Zusammenarbeit unglaubliche Dinge erreichen können (...)», sagte der 91-Jährige am Dienstag. Es sei eine große Ehre für ihn, dass die neue Endmontagestätte seinen Namen trage.

Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Bug eines Airbus A350 China bestellt bei Airbus 140 Maschinen

    Airbus soll in den nächsten Jahren 140 Flugzeuge nach China liefern. Einen entsprechenden Rahmenvertrag haben der Flugzeughersteller und die China Aviation Supplies Holding Company (CAS) jetzt in Berlin unterzeichnet. Laut Airbus-Angaben geht es um 100 Maschinen der A320-Familie und 40 A350 XWB.

    Vom 05.07.2017
  • Easyjet nutzt die Plattform "Skywise" bereits, um technisch bedingte Verspätungen zu reduzieren. Airbus-Plattform soll Datenberge für Airlines nutzbar machen

    Airbus hat die Plattform "Skywise", die zusammen mit dem neuen Partner Palantir Technologies entwickelt wurde, vorgestellt. "Skywise" soll große Datenmengen für Airlines nutzbar machen - beispielsweise Messwerte von Sensoren an Bord der Flieger oder die Verfügbarkeit von Ersatzteilen.

    Vom 21.06.2017
  • Blick in eine Produktionshalle in Dahlewitz (Brandenburg). Die Triebwerke vom Typ Rolls-Royce Trent XWB sind unter anderem für A350 gedacht. A350-Triebwerke kommen künftig auch aus Deutschland

    Die Motoren für Flugzeuge des Typs A350 kommen in Zukunft auch aus Dahlewitz bei Berlin. Dort hat Rolls-Royce nun eine Montagelinie gestartet. Die Produktion der Triebwerke soll in Dahlewitz Arbeitsplätze sichern.

    Vom 14.06.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus