Airbus vertagt Entscheidung über A380neo

15.12.2015 - 17:19 0 Kommentare

Kommt die Neuauflage der A380 als A380neo? Der Flugzeughersteller Airbus lässt sich mit der Entscheidung darüber Zeit. Stattdessen wird die Produktion des größten Passagierflugzeugs der Welt reduziert.

Ein A380 im Flug

Ein A380 im Flug
© AirTeamImages.com - Philippe Noret

A380 bei ihrem Erstflug über den Pyrenäen.

A380 bei ihrem Erstflug über den Pyrenäen.
© Airbus

Ein Airbus A380 der Lufthansa wird am Frankfurter Flughafen abgefertigt.

Ein Airbus A380 der Lufthansa wird am Frankfurter Flughafen abgefertigt.
© airliners.de - Gunnar Kruse

Der erste A380 für Qatar Airways ist auf den Namen Aqua getauft - Wasser.

Der erste A380 für Qatar Airways ist auf den Namen Aqua getauft - Wasser.
© airliners.de - David Haße

Das mächtige Leitwerk eines A380 der Emirates: Die Airline aus Dubai ist der größte Betreiber des Superjumbos.

Das mächtige Leitwerk eines A380 der Emirates: Die Airline aus Dubai ist der größte Betreiber des Superjumbos.
© AirTeamImages.com - BaoLuo

Die viel diskutierte Neuauflage des weltgrößten Passagierjets Airbus A380 mit sparsameren Triebwerken steht weiter in den Sternen. Der Flugzeugbauer arbeite zusammen mit der A380-Großkundin Emirates an dem Vorhaben einer A380neo, sagte Airbus-Konzernchef Tom Enders jetzt in Paris.

Eine Entscheidung in diesem Jahr, wie zwischenzeitlich angepeilt, sei aber ausgeschlossen, so Enders weiter. Stattdessen drosselt Airbus angesichts ausbleibender Bestellungen die Produktion des Jets.

Auch das Airbus-Werk in Hamburg wirkt an der A380 mit. Dort werden zum Beispiel Rumpfsegmente montiert, die fertigen Maschinen lackiert, abgenommen und an die Kunden aus Europa und dem Mittleren Osten ausgeliefert.

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus modernisiert die A380

Laut Enders wird Airbus in diesem Jahr weniger als die eigentlich vorgesehenen 30 A380-Exemplare an Fluggesellschaften ausliefern. Dennoch soll die Produktion des Jets erstmals einen operativen Gewinn abwerfen. Eine Modernisierung könnte das Nachfrageproblem lösen, doch bisher verlangt vor allem Emirates-Chef Tim Clark nach dem Flieger.

Airbus ist zwar zu Anpassungen bereit, scheut aber wegen hoher Kosten die Neuauflage mit einem neu zu entwickelnden Antrieb. Seit fast zwei Jahren konnte Airbus keine Airline mehr für die A380 gewinnen.

Von: ch, dpa
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