Airbus unter Druck: Emirates fordert sparsameren A380

14.11.2014 - 10:42 0 Kommentare

Die A380 muss effizienter werden. Diese Forderung hat Emirates an Airbus gestellt. Die Airline mit der größten A380-Flotte weltweit will nur dann weitere Maschinen bestellen, wenn der Verbrauch sinkt.

Tim Clark, President Emirates

Tim Clark, President Emirates
© Emirates

Airbus A380 der Emirates

Airbus A380 der Emirates
© Airbus

Bug eines startenden Airbus A380 der Emirates

Bug eines startenden Airbus A380 der Emirates
© AirTeamImages.com - Simon Gregory

Die Golf-Airline Emirates drängt Airbus, eine sparsamere Version des weltgrößten Passagierflugzeugs A380 zu bauen. "Die A380 ist ein fabelhaftes Flugzeug, sie muss noch effizienter werden", sagte Emirates-Präsident Tim Clark jetzt in Berlin.

Clark hatte schon im April eine Großbestellung in Aussicht gestellt, wenn die spritsparende A380neo gebaut wird. Bislang zögert der europäische Flugzeughersteller jedoch. Das Riesenflugzeug verkauft sich nur schleppend. So hatte zum Beispiel Skymark Airlines im Juli sechs A380 abbestellt.

Keine neuen A380-Kunden seit zwei Jahren

Der beste Abnehmer ist Emirates. Die in den vergangenen Jahren enorm gewachsene Fluggesellschaft hatte im vergangenen Jahr ihre Bestellungen für die A380 von 90 auf 140 Maschinen aufgestockt. 54 davon sind schon im Einsatz.

Laut Angaben von Airbus wurden bisher insgesamt 318 A380 bestellt, 144 wurden ausgeliefert. Seit rund zwei Jahren hat es keinen Neukunden mehr gegeben.

© airliners.de, David Ha Lesen Sie auch: Schwache Nachfrage: Kommt bald ein Airbus "A380neo"?

Airbus' Konkurrent Boeing setzt auf kleinere Langstreckenjets, die sich auch bei Airbus besser verkaufen. Boeing hat für die nächsten 20 Jahre einen Bedarf von 620 Megalinern in der Größenordnung der Boeing 747 und des Airbus A380 errechnet. Airbus geht von 1.330 Maschinen aus.

Trotz Flughafen-Baustelle: Emirates mit mehr Passagieren

Emirates steigerte die Passagierzahlen im ersten Geschäftshalbjahr 2014/2015 um acht Prozent auf 23,3 Millionen Passagiere. Der Nettogewinn erhöhte sich um acht Prozent auf 413 Millionen Euro, obwohl am Heimatdrehkreuz Dubai eine Startbahn saniert wurde und der Flugbetrieb eingeschränkt war.

Von: airliners.de
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