Vor Beginn der Serienproduktion

Airbus Bremen liefert Rumpf für letzte A400M-Testmaschine

30.12.2010 - 11:23 0 Kommentare

Das Airbus-Werk in Bremen liefert am Donnerstag den Rumpf für die letzte Testmaschine des neuen Airbus-Militärtransporters vom Typ A400M aus und bereitet sich zugleich auf die in Kürze beginnende Serienproduktion vor.

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anlässlich der Fertigstellung des Rumpfes für das letzte A400M-Testflugzeug.

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anlässlich der Fertigstellung des Rumpfes für das letzte A400M-Testflugzeug.
© dpa - Ingo Wagner

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anl

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anl
© dpa - Ingo Wagner

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anlässlich der Fertigstellung des Rumpfes für das letzte A400M-Testflugzeug.

Feierstunde im Airbus-Werk Bremen am 29.12.2010 anlässlich der Fertigstellung des Rumpfes für das letzte A400M-Testflugzeug.
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Fertiger Rumpf für das letzte A400M-Testflugzeug

Fertiger Rumpf für das letzte A400M-Testflugzeug
© dpa - Ingo Wagner

Der Militärtransporter Airbus A400M geht in Serienproduktion. Das Airbus-Werk in Bremen liefert an diesem Donnerstag den Rumpf des letzten Testflugzeugs «Grizzly 5» zur Endmontage nach Sevilla aus.

«Im September waren wir alle noch voller Zweifel, ob wir das bis Jahresende schaffen können», sagte Standortleiter Kai Brüggemann am Mittwoch. «Aber jetzt können wir termin- und zeitgerecht liefern, wie wir es unseren Kunden versprochen haben.»

Mit der Fertigstellung des letzten Rumpfes für ein Testflugzeug beginnt auch gleichzeitig die Serienproduktion für die europäischen Kunden. «Wir nähern uns jetzt Schritt für Schritt der Serienproduktion von zweieinhalb bis drei Flugzeugen pro Monat», sagte Brüggemann. 2013 sollen dann in Bremen sieben Rümpfe parallel gefertigt werden. In dem Jahr erhält Frankreich voraussichtlich das erste Flugzeug.

Auch Deutschland wartet auf den Militärtransporter. Die Bundeswehr kauft aber erst einmal nur 53 statt wie geplant 60 Maschinen, weil der Militärtransporter deutlich teurer wurde als gedacht.

Um die Finanzierung hatte es lange heftigen Streit gegeben. Missmanagement und technische Probleme hatten zu jahrelangen Verspätungen und Milliarden-Mehrkosten geführt. Erst im November hatten sich die sieben europäischen Käuferländer, zu denen auch Spanien, Belgien, Luxemburg, Großbritannien und die Türkei zählen, mit dem Airbus-Mutterkonzern EADS geeinigt.

Insgesamt wurden zehn Flugzeuge weniger bestellt als geplant. Für den Standort Bremen sei das kein Problem, sagt Brüggemann. «Wir sind jetzt erst einmal voll ausgelastet.»

Die Testflüge in Spanien und Frankreich sollen Aufschluss geben über mögliche Verbesserungen. Testpilot Karl-Heinz Mai verbrachte schon 200 Flugstunden in den Prototypen und zeigte sich zufrieden mit den Flugeigenschaften: «Er fliegt wie ein Airbus, nur besser.» Damit meine er: «Das Flugzeug ist für ein breiteres Aufgabenspektrum ausgelegt.»

Das 45 Meter lange Flugzeug soll 37 Tonnen Nutzlast bis hin zu gepanzerten Fahrzeugen, Hubschraubern oder schwerem Räumgerät über 8700 Kilometer transportieren können. Gleichzeitig soll es in der Lage sein, sowohl schnell fliegende Kampfjets als auch langsame Hubschrauber in der Luft zu betanken.

Von: dpa
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