Airbus und Bombardier brechen Gespräche über Kooperation ab

07.10.2015 - 10:53 0 Kommentare

Der Flugzeugbauer Airbus war offenbar an einer Zusammenarbeit mit dem kanadischen Konkurrenten Bombardier interessiert. Dabei soll es um die CSeries-Modelle gegangen sein - doch eine Einigung kam nicht zustande.

Bombardier CSeries CS100 während des Erstflugs

Bombardier CSeries CS100 während des Erstflugs
© Bombardier

Bombardier CS100

Bombardier CS100
© Bombardier Aerospace

Bombardier CSeries in Swiss-Farben.

Bombardier CSeries in Swiss-Farben.
© Swiss

Begrüßung eines Bombardier-CSeries-Testflugzeugs in Swiss-Farben am 18.06.2015 in Zürich

Begrüßung eines Bombardier-CSeries-Testflugzeugs in Swiss-Farben am 18.06.2015 in Zürich
© Swiss

Begrüßung eines Bombardier-CSeries-Testflugzeugs in Swiss-Farben am 18.06.2015 in Zürich

Begrüßung eines Bombardier-CSeries-Testflugzeugs in Swiss-Farben am 18.06.2015 in Zürich
© Swiss

Der deutsch-französische Flugzeughersteller Airbus war offenbar an Teilen des angeschlagenen kanadischen Konkurrenten Bombardier interessiert. Die beiden Unternehmen bestätigten am Mittwoch, dass es Gespräche gegeben habe. Diese seien jedoch ohne Ergebnis beendet worden. Weitere Details nannten die Konzerne nicht. Zuvor hatte es in einem Bericht geheißen, dass Airbus sich an der Entwicklung der Bombardier-Modellreihe CSeries beteiligen wolle und dafür an dieser eine Kontrollmehrheit erhalten solle.

Mit dem neuen Flugzeugtyp will Bombardier das Duopol von Airbus und des US-Konzerns Boeing bei mittelgroßen Passagierfliegern sprengen. Das Projekt ist jedoch in Zeitverzug und kommt den Konzern auch weitaus teurer als erhofft. Aus diesem Grund sind die Kanadier knapp bei Kasse und suchen nach Auswegen. Schon seit längerem ist deshalb ein Börsengang oder Verkauf der Bahnsparte im Gespräch.

Swiss soll erste CS100 im kommenden Jahr erhalten

Die Lufthansa-Tochter Swiss wird Produkteinführungskunde der neuen Bombardier CS100. Sie soll den Flugzeugtyp in der ersten Hälfte des kommenden Jahres geliefert bekommen. Im Sommer hatte der Flugzeugbauer eine in den Swiss-Farben lackierte Maschine diesen Typs im Rahmen der Paris Air Show auch am Flughafen Zürich präsentiert. 30 Maschinen der CS100 wurden schon 2009 bestellt. Swiss kürzte auf der Messe ihre Order für die CS100 auf 20 Maschinen und entschied sich im Gegenzug für zehn Exemplare der größeren CS300.

Eigentlich wollte Swiss die ersten Maschinen schon im vergangenen Jahr einsetzen. Immer neue Verzögerungen ließen die Airline zuletzt aber daran zweifeln, den neuen Typen überhaupt als erste Fluggesellschaft einsetzen zu wollen. Unter anderem hatte es Probleme mit dem neuen "Pratt & Whitney PW1500G"-Triebwerk gegeben.

© Bombardier, Lesen Sie auch: Bombardier CSeries absolviert Erstflug

Die CS100 kann rund 100 bis 125 Passagiere aufnehmen, die größere CS300 kommt je nach Kabinenlayout auf bis zu 160 Sitze. Die bislang größte Bombardier-Jetfamilie soll damit die erfolgreichen Mittelstreckenmuster Airbus A320 und Boeing 737 "von unten" angreifen. Vor allem will Bombardier mit der CSeries aber gegen die erfolgreiche Embraer-EJet-Familie kontern.

Von: gk, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus