Airbus und Boeing erwarten weiter steigende Nachfrage

11.07.2016 - 17:20 0 Kommentare

Airbus und Boeing erwarten in den kommenden zwei Jahrzehnten einen steigenden Bedarf an Passagier- und Frachtflugzeugen. Ganz unterschiedlich schätzen die Flugzeugbauer aber die Zukunft der ganz großen Jets ein.

Bugsektion eines Airbus A380 in einer Montagehalle in Toulouse - © © dpa - Yoan Valat

Bugsektion eines Airbus A380 in einer Montagehalle in Toulouse © dpa /Yoan Valat

Der Flugzeugbauer Airbus erwartet in den kommenden zwanzig Jahren einen noch stärker wachsenden Bedarf an Passagier- und Frachtjets. Bis zum Jahr 2035 würden weltweit voraussichtlich 33.070 neue Verkehrsflugzeuge benötigt, sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy am Montag auf der Luftfahrtmesse in Farnborough bei London. Das sind rund 500 Maschinen mehr als bei der letzten Prognose im vergangenen Jahr vorausgesagt - und entspricht nach Listenpreisen insgesamt einem Gesamtwert von 5,2 Billionen Dollar. Konkurrent Boeing geht sogar von 39.620 benötigten Flugzeugen aus, berücksichtigt im Gegensatz zu Airbus dabei aber auch kleinere Regionaljets.

Ganz unterschiedlich schätzen die Flugzeugbauer die Zukunft der ganz großen Jets wie dem doppelstöckigen Airbus A380 oder dem Jumbo-Jet Boeing 747-8 ein. Während Boeing damit rechnet, dass in den kommenden zwei Jahrzehnten gerade noch 530 Maschinen dieser Größe benötigt werden, sagt Airbus mit 1480 Flugzeugen einen fast dreimal so hohen Bedarf voraus. Beide Hersteller ringen seit Jahren um Bestellungen für ihre größten Flugzeugtypen. Leahy baut aber darauf, dass die Nachfrage nach dem Modell A380 wieder anzieht.

© Farnborough Airshow, PR Lesen Sie auch: Was die Luftfahrtmesse in Farnborough bringt

Der Großteil des Bedarfs dürfte laut Prognosen beider Hersteller auf Mittelstreckenjets wie den Airbus A320neo und die Boeing 737-MAX entfallen. Im Langstreckengeschäft ging der Trend zuletzt stärker zu mittelgroßen Jets mit zwei Triebwerken wie Boeings 787 "Dreamliner", dem langjährigen Verkaufsschlager 777 und dem Airbus A350, die sich auf weniger gefragten Strecken rentabel einsetzen lassen.

© Boeing, Lesen Sie auch: Airbus und Boeing starten verhalten ins Jahr

Von: gk, dpa
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