Air France-KLM will mit dem Kauf von 50 Flugzeugen für mehr als sieben Milliarden Dollar seine Position als führende Fluggesellschaft Europas festigen. Die Flotte werde unter anderem um zwei Großraum-Airbusse A380 ergänzt, sagte Konzernchef Jean-Cyril Spinetta am Donnerstag in Paris. Außerdem wolle Air France-KLM bei Airbus 30 Mittelstreckenflugzeuge der A320-Familie kaufen. Bei Boeing würden 18 Langstreckenflugzeuge des Typs Boeing 777 bestellt, darunter fünf Frachter.
Air France-KLM hat bereits zehn A380 geordert. Die Flugzeuge bieten in der Standardausführung 555 Passagieren Platz. Zusätzlich werden nun zwei Optionen in Festbestellungen umgewandelt. Die Flugzeuge der A320-Familie sollen alternde Airbusse ersetzen. Für die Boeing 777 werden alte Boeing-Jumbos 747-400 ausgemustert. Die Erneuerung der Langstreckenflotte soll die Treibstoffkosten bis 2012 um zwölf Prozent senken.
Im Kurzstreckenbereich sucht Air France den Kampf gegen den Hochgeschwindigkeitszug TGV. Im Juni soll die Strecke Paris-Straßburg ins TGV-Netz aufgenommen werden. Air France bietet jetzt 55 000 Rückflugtickets für je 25 Euro von Straßburg zu anderen französischen Städten an. Frühbucher können bereits seit März Flüge auf der Strecke Paris-Straßburg für 49 Euro buchen. Die SNCF eröffnet die Strecke mit einem Angebotspreis von 15 Euro.
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die größte Fluggesellschaft Europas weiter steigende Umsätze und Gewinne. Die Kosten sollen um 560 Millionen Euro gesenkt werden. Air France-KLM profitiere trotz der hohen Ölpreise von der kräftigen Weltkonjunktur, sagte Geschäftsführer Pierre-Henri Gourgeon. Die Synergien aus der Fusion würden 2009/10 eine Milliarde Euro erreichen.
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