Air France/KLM will mit neuer Strategie profitabler wachsen

13.10.2016 - 09:09 0 Kommentare

Nach hundert Tagen im Amt will der neue Generaldirektor von Air France/KLM Jean-Marc Janaillac mit einer neuen Strategie das Wachstum ankurbeln und die Kosten senken. Helfen soll mehr Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.

Jean-Marc Janaillac, Generaldirektor bei Air France/KLM. - © © airliners.de - David Haße

Jean-Marc Janaillac, Generaldirektor bei Air France/KLM. © airliners.de /David Haße

Air France/KLM soll bald wieder profitabler wachsen. Das sagte Generaldirektor Jean-Marc Janaillac jetzt bei einem Gespräch mit Journalisten in Berlin, ohne näher auf Details einzugehen.

Janaillac hatte den Chefposten bei der Airlinegruppe vor genau hundert Tagen übernommen. Anfang November will der Manager, der zuvor den französischen Nahverkehrskonzern Transdev geleitet hatte, nun seine Strategie für den weiteren Umbau bei Air France/KLM vorstellen.

"Wir bewegen uns in einer wachsenden Branche, wachsen aber selbst langsamer als die Mitbewerber", fasste Janaillac nun vorab die derzeitige Situation des französisch-niederländischen Konzerns zusammen. Der gemeinsame Umbau von Air France und KLM sei eine "große Herausforderung". Generell müssten die Stückkosten weiter sinken und die Produktivität gesteigert werden.

"Trust together" soll Zusammenhalt stärken

Schulden in Milliardenhöhe hatten in letzter Zeit immer wieder zu Streit zwischen dem französischen Konzernteil Air France und der niederländischen KLM geführt. Auch vor diesem Hintergrund soll nun unter dem Motto "Trust together" ein Ansatz entwickelt werden, der alle Beteiligte gleichermaßen berücksichtigt.

Das ist offenbar gar nicht einfach. Zwar war Air France/KLM nach einem jahrelangen Sparkurs mit Jobabbau zuletzt wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Verschiedene Arbeitnehmergruppen vor allem bei Air France hatten der Unternehmensführung aber in letzter Zeit mit heftigen Streiks immer wieder umfangreiche Eingeständnisse abgerungen.

© KLM, Lesen Sie auch: Niedrige Spritkosten sorgen bei Air France-KLM für operativen Gewinn

Nach wie vor sieht sich das Unternehmen wegen hoher Kosten weiter unter hohem Wettbewerbsdruck. In Europa läuft Air France/KLM aktuell sogar Gefahr, von der IAG um British Airways und Iberia als zweitgrößte Airlinegruppe hinter der Lufthansa Group überholt zu werden.

Von: dh
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