Air France-KLM kann sich Kooperation mit Etihad vorstellen

01.04.2016 - 16:48 0 Kommentare

Air France-KLM hofft auf Bündnis mit Etihad, wie Airline-Chef de Juniac jetzt gegenüber einer Zeitung sagte. Über Abu Dhabi könnten neue Flugziele erschlossen werden.

Alexandre de Juniac, Chef von Air France-KLM. - © © EPA - Etienne Laurent

Alexandre de Juniac, Chef von Air France-KLM. © EPA /Etienne Laurent

Die Fluggesellschaft Air France-KLM setzt neben ihrer Billigstrategie auf eine stärkere Zusammenarbeit mit der arabischen Fluglinie Etihad. Vorstandschef Alexandre de Juniac denkt über Gemeinschaftsunternehmen mit den Arabern nach, bei denen sich beide Seiten Einnahmen und Kosten auf bestimmten Flugstrecken teilen, wie der Manager der französisch-niederländischen Gesellschaft der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte.

Ähnliche Kooperationen gibt es bereits mit der amerikanischen Delta Air Lines. Die Lufthansa verfolgt mit einzelnen Partnern eine ähnliche Strategie. Über das Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi will de Juniac auf diese Weise neue Flugziele erschließen.

Unterdessen geht der Ausbau der Billigtochter Transavia mit dem Start einer Basis in München voran. Die Gesellschaft fasst bereits Zusammenschlüsse mit anderen Billigfliegern in Europa ins Auge. Die Konsolidierung werde womöglich schon 2017 oder 2018 beginnen, zitiert die Zeitung Transavia-Chef Mattijs ten Brink. "Daran wollen wir teilnehmen, wir wollen ein großer Spieler werden." Transavia hat gerade vier ihrer 69 Flugzeuge in München stationiert und fordert dort Platzhirsch Lufthansa heraus.

© Transavia, Lesen Sie auch: Transavia-Basis am Flughafen München nimmt Betrieb auf

Deren Chef Carsten Spohr baut mit der Konzerntochter Eurowings ebenfalls das stark wachsende Billigsegment aus, dem de Juniac für die kommenden fünf Jahre ein Wachstum von jeweils acht Prozent voraussagt. Spohr sieht Eurowings als Plattform, der sich andere Billigflieger anschließen könnten, darunter möglicherweise die belgische Lufthansa-Beteiligung Brussels Airlines. Auch in München soll Eurowings 2017 oder 2018 an den Start gehen und dort Transavia Paroli bieten. Zuvor galt als ausgemacht, dass der Konzern seine Drehkreuze Frankfurt und München seinen Marken Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines vorbehält.

Von: gk, dpa-AFX
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