Air Berlin setzt auf Wachstum in der Schweiz

09.09.2016 - 16:26 0 Kommentare

Air Berlin baut im kommenden Winterprogramm ihr Flugangebot in die Schweiz aus. Ein großer Teil der Marktanteile des Alpenlandes verteilt sich derzeit auf zwei Fluggesellschaften.

Zwei Maschinen der Air Berlin stehen am Flughafen Zürich. - © © AirTeamImages.com - HAMFive

Zwei Maschinen der Air Berlin stehen am Flughafen Zürich. © AirTeamImages.com /HAMFive

Air Berlin will in der Schweiz wachsen und baut deshalb im kommenden Winter ihren Flugplan in das Nachbarland aus. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Mitteilung von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft hervor.

So soll Düsseldorf ab dem 14. November täglich mit Genf verbunden werden. Diese Strecke wird derzeit auch täglich von der Lufthansa-Billigmarke Eurowings angeboten. Außerdem plant Air Berlin, die Frequenzen auf der Route Düsseldorf-Zürich zu erhöhen. Auch zwischen Berlin und Zürich soll es mehr Flüge geben als im vorangegangenen Winterflugplan.

Lufthansa-Tochter ist in der Schweiz Marktführerin

Derzeit hat Air Berlin in der Schweiz einen Marktanteil von etwas mehr als vier Prozent. Lediglich zwei Fluggesellschaften haben größere Anteile: Easyjet (rund 19 Prozent) und die Swiss (34 Prozent). Letztere ist eine Tochter der Lufthansa Group.

Angebotene Kapazitäten in der Schweiz
Sitzplatzkapazitäten in Prozent
Swiss 34
Easyjet 19
Air Berlin 4
Edelweiss 4
Lufthansa 3
restliche Airlines 36

Die Grafik zeigt die von den Airlines angebotenen Sitzplatzkapazitäten in der Schweiz, und zwar in der Woche vom 9. September bis 16. August 2016. Der Anteil der restlichen Fluggesellschaften beträgt jeweils weniger als drei Prozent. (Quelle:ch-aviation.com)

Am Flughafen Genf, den Air Berlin im kommenden Winter anfliegen will, sieht die Verteilung im Moment etwas anders aus: Dort ist Easyjet mit rund 38 Prozent die Airline mit dem größten Marktanteil, gefolgt von der Swiss (17 Prozent). Easyjet Switzerland - die Schweizer Tochter des Billigfliegers - hat in Genf sogar eine Basis.

Erst kürzlich gab ein Swiss-Manager zu, die Konkurrenz durch Easyjet in Genf unterschätzt zu haben. Die Aktivitäten der Schweizer Airline stehen derzeit auf dem Prüfstand. Die Lufthansa Group überlegt, den Standort lieber von der österreichischen Billigtochter Eurowings Europe bedienen zu lassen.

© AirTeamImages.com, TT Lesen Sie auch: Swiss räumt ein: "Haben Easyjet unterschätzt"

Von: ch
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Andreas Gruber: "In drei Jahren wollen wir Gewinne einfliegen." "Die Marke Lauda Motion bleibt erhalten"

    Interview Lauda Motion-Vize Andreas Gruber spricht im Interview mit airliners.de anlässlich der großen Expansion der Airline über weitere Planungen, seinen Chef und den Verkauf an Ryanair.

    Vom 01.06.2018
  • Thorsten Dirks Eurowings verteidigt Wet-Lease-Einsatz

    Nach dem Air-Berlin-Aus müssen Airlines für ihre ambitionierten Wachstumspläne auf Wet-Leases setzen. Das "Markenchaos" verwirrt die Kunden. Eurowings-Chef Dirks verspricht Besserung.

    Vom 05.04.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus