Quartalszahlen Air Berlin verringert Verlust

15.05.2012 - 14:55 0 Kommentare

Air Berlin hat im ersten Quartal dem hohen Ölpreis getrotzt und ihren Verlust verringert. Zu der Verbesserung trugen höhere Erlöse und das Sparprogramm des Unternehmens bei.

Air Berlin CEO Hartmut Mehdorn spricht am 10.5.2012 im Abfertigungsbereich des Flughafens Tegel zu Journalisten. - © © dpa - Reiner Jensen

Air Berlin CEO Hartmut Mehdorn spricht am 10.5.2012 im Abfertigungsbereich des Flughafens Tegel zu Journalisten. © dpa /Reiner Jensen

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat zum Jahresstart dem gestiegenen Ölpreis getrotzt und ihren Verlust eingedämmt. Im saisonbedingt schwachen ersten Quartal schrumpfte das Minus auf 103 Millionen Euro, rund 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Lufthansa-Konkurrent am Montagabend mitteilte.

Zu der Verbesserung trug neben höheren Erlösen auch das Sparprogramm des Konzerns bei. Während der Umsatz um vier Prozent auf 813 Millionen Euro zulegte, wuchs der Betriebsaufwand nur um 1,5 Prozent - trotz immens höherer Kosten für Treibstoff. Auch im operativen Geschäft schnitt Air Berlin damit besser ab als ein Jahr zuvor. Der operative Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) verringerte sich um knapp 21 Prozent auf rund 149 Millionen Euro.

"Trotz Mehrkosten für Kerosin von 35,2 Millionen Euro und für die Luftverkehrsteuer von 4,2 Millionen Euro ist es uns gelungen, das operative Ergebnis um fast 40 Millionen Euro zu verbessern", sagte Air-Berlin-Finanzchef Ulf Hüttmeyer am Dienstag. Airline-Chef Hartmut Mehdorn erklärte, es gebe noch keinen Anlass zum Jubeln, allerdings sei die beginnende Wirkung des Sparprogramms "Shape & Size" deutlich zu erkennen.

Die gezielte Verringerung der Kapazitäten um mehr als zehn Prozent hat den Angaben zufolge zu einer Reduzierung der Passagierzahlen um lediglich 5,8 Prozent auf 6,5 Millionen geführt. Die Auslastung konnte demnach um 3,9 Prozentpunkte auf 76,4 Prozent verbessert werden. 

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft war nach jahrelangen Verlusten Ende 2011 ins Trudeln geraten und musste sich frisches Geld beschaffen. Im Januar stockte die staatliche arabische Fluglinie Etihad ihren Anteil an Air Berlin im Zuge einer Kapitalerhöhung auf knapp 30 Prozent auf und verschaffte dem Unternehmen finanziell Luft. Zugleich versucht Vorstandschef Hartmut Mehdorn die Gesellschaft mit einem Sparprogramm auf Kurs zu bringen. Dabei schrumpfen auch Flotte und Streckennetz.

Von: dpa, airliners.de
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