Flugzeuge der Air Berlin am Flughafen Berlin-Tegel
© airliners.de - Oliver Pritzkow
Leitwerke von Lufthansa und Air Berlin
© AirTeamImages.com - TT
Lufthansa-Werbeaufsteller zu den neuen One-Way-Tarifen von und nach Berlin.
© airliners.de
Die Verschiebung der Berliner Flughafeneröffnung hat Air Berlin im Juni einen Rückschlag bei den Sanierungsbemühungen beschert. Die Zahl der Passagiere schrumpfte noch stärker als das im Rahmen des Sanierungsprogramms "Shape & Size" reduzierte Flugangebot.
Die Auslastung der Maschinen verschlechterte sich um einen Prozentpunkt auf 79,0 Prozent, teilte die Airline am Freitag mit. Insgesamt flogen im Juni 3,3 Millionen Menschen mit Air Berlin, fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Air Berlin hatte das Flugangebot um 3,8 Prozent zusammengestrichen.
BER-Probleme und Lufthansa-Konkurrenz
"Der Passagierrückgang ist auf die kurzfristig angekündigte Rückverlagerung des Berliner Flugverkehrs vom zukünftigen Flughafen BER zurück nach Berlin-Tegel und die damit verbundenen Flugplanveränderungen zurückzuführen", zeigte sich Air Berlin in einer Mitteilung überzeugt.
Fakt ist, dass die Behörden einer Einschränkung des Nachtflugverbots in Berlin nur teilweise zugestimmt haben: Abends wurden Nachtflüge genehmigt, morgens nicht. Frühmorgens wollte Air Berlin eigentlich die erste Drehkreuzwelle des Tages starten und musste daher umschichten.
Allerdings konnten die Berliner Flughäfen im Juni ein Passagierwachstum ausweisen. Maßgeblich dafür verantwortlich war Lufthansa, die ab Anfang Juni in Berlin eine deutliche Ausweitung des Angebots mit Niedrigpreisen umgesetzt hat und damit Air Berlin noch zusätzlich unter Druck gesetzt haben dürfte.
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