Air Berlin in Tegel: "Was wir sehen, ist ein Rückfall"

04.07.2017 - 09:54 0 Kommentare

Air Berlin hat wieder Probleme am Airport Berlin-Tegel: Die Abfertigung läuft nicht rund. Die Airline macht erneut den Dienstleister Aeroground dafür verantwortlich.

Gepäck soll in eine Air-Berlin-Maschine verladen werden. - © © dpa - Christian Charisius

Gepäck soll in eine Air-Berlin-Maschine verladen werden. © dpa /Christian Charisius

Air-Berlin-Passagiere in Berlin-Tegel brauchen wieder mehr Geduld. Die Abfertigungsprobleme haben in den vergangenen Tagen zugenommen. "Was wir gerade sehen, ist ein Rückfall", sagte jetzt ein Air-Berlin-Sprecher. Er forderte den Dienstleister Aeroground auf, mehr Personal zu schicken und das Management in Tegel zu verbessern.

Nach Zahlen, die Air Berlin auf der Homepage veröffentlicht, fielen allein am Wochenende in Tegel 24 Flüge aus - das sind rund fünf Prozent der abgegangenen Flüge am Air-Berlin-Hub. Rund 64 Prozent der Flüge hoben unpünktlich ab. Über Pfingsten strich Air Berlin gerade mal rund ein Prozent der Tegel-Flüge. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet zudem, dass Passagiere allein am Sonntag den Verlust von knapp 500 Koffern beklagt hatten.

Aeroground bestätigt Probleme

Der Flughafen München als Aeroground-Eigentümer bestätigte, dass es Probleme am Flughafen Tegel gebe. Ein Sprecher führte dies aber auf Folgen des schweren Unwetters vom Donnerstag zurück, die bis zum Montag zu spüren gewesen seien.

Zudem seien zahlreiche Mitarbeiter durch Krankheiten ausgefallen. Eigentlich sei inzwischen genug Personal in Tegel, hieß es in München. "Wir sind zuversichtlich, dass wir wieder auf ein besseres Niveau kommen."

© dpa, Sven Hoppe Lesen Sie auch: Air-Berlin-Chef zweifelt am Drehkreuz Tegel

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" hatte am Wochenende nicht nur Air Berlin Probleme in Tegel. Am Samstag sei rund die Hälfte aller rund 500 Flüge mindestens 15 Minuten verspätet gewesen. Eine Sprecherin des Aeroground-Konkurrenten Wisag bestätigte, dass das Unwetter und Krankmeldungen in geringerem Umfang auch der Wisag zu schaffen machten.

Von: airliners.de, dpa-AFX
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