Air Berlin verordnet sich weitere Sparrunde

08.02.2016 - 09:53 0 Kommentare

Bei Air Berlin wird weiter gespart. Unter anderem soll nach einem Medienbericht die Führungsriege weniger Geld bekommen und der Berliner Firmenhauptsitz soll seltener geputzt werden. Auch die Piloten sollen Verzicht üben.

Eine A321 der Air Berlin steht in Düsseldorf. - © © dpa - Maja Hitij

Eine A321 der Air Berlin steht in Düsseldorf. © dpa /Maja Hitij

Bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin wird weiter gespart. Unter anderem sollen der Vorstandsvorsitzende Stefan Pichler und rund 80 weitere Führungskräfte in diesem Jahr auf fünf bis zehn Prozent ihres bisherigen Einkommens verzichten, wie der "Spiegel" berichtete. Ein Air-Berlin-Sprecher bestätigte am Wochenende den Bericht, ohne Details zu nennen.

Laut "Spiegel" ist auch vorgesehen, dass Überstunden künftig vorab angemeldet und vom Vorstand bewilligt werden müssen. Sie sollten dann möglichst mit Freizeit abgegolten werden. Die Piloten verzichten demnach für das laufende Jahr auf eine eigentlich schon ausgehandelte Gehaltserhöhung von vier Prozent. Außerdem werde der Hauptsitz des Unternehmens in Berlin seltener geputzt.

Höhe der Einsparungen ist noch offen

Der Air-Berlin-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit die Sparpläne schon endgültig beschlossen oder in der Umsetzung sind. Auch zur Summe, die so gespart werden soll, äußerte er sich nicht.

Air Berlin steckt bereits seit längerem in der Krise und arbeitet an einer Neuausrichtung. Unter anderem will sich die Fluggesellschaft auf lukrative Strecken und Drehkreuze konzentrieren. Zugleich sollen die Kosten sinken und die Umsätze wachsen. Im Zuge des Umbaus sollen auch Arbeitsplätze gestrichen werden.

Wie der "Tagesspiegel" berichtete, soll auch eine der beiden Limousinen, die den Air-Berlin-Führungskräften zur Verfügung stehen, abgeschafft werden.

© AirTeamImages.com, TT Lesen Sie auch: Etihad will Air Berlin zur "starken Alternative zu Lufthansa" ausbauen

Im dritten Quartal 2015 hatte das Unternehmen nach einem deutlichen Minus im Vorquartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und einen Gewinn von 56,2 Millionen Euro verzeichnet. Der Umsatz lag bei 1,3 Milliarden Euro. Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015 will die Fluggesellschaft im April veröffentlichen.

Ingesamt hatte Air Berlin im vergangenen rund 30 Millionen Fluggäste befördert. Im Vergleich zum Jahr 2014 - in dem zirka 31,7 Millionen Passagiere gezählt worden waren - entspricht dies einem Minus von 4,6 Prozent. Allerdings waren die Flugzeuge besser gefüllt. Die Auslastung der Maschinen lag 2015 bei 84,2 Prozent und damit 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert.

Von: gk, AFP
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