Air-Berlin-Pilot scheitert mit Klage gegen Freistellung

23.11.2017 - 18:21 0 Kommentare

Ein Pilot der Air Berlin ist mit der Klage gegen seine Freistellung gescheitert. Das Düsseldorfer Arbeitsgericht wies die Klage im Eilverfahren zurück. Nach Ansicht des Klägers gibt es nach wie vor Einsatzmöglichkeiten, weil die insolvente Airline noch Flüge für andere Airlines ausführt. Das Gericht machte deutlich, dass für die insolvenzrechtliche Freistellung auf Widerruf keine Sozialauswahl erfolgen müsse.

Flugzeug der Air Berlin. - © © dpa -

Flugzeug der Air Berlin. © dpa

Es reiche aus, wenn der Arbeitgeber argumentiere, für den Zeitraum von zwei Monaten nur noch Piloten der jeweiligen Standorte einzusetzen, um keine Versetzungswelle oder zusätzliche Reisekosten zu verursachen. Außerdem sei die Entscheidung in Übereinstimmung mit der Personalvertretung getroffen worden (Az.: 10 Ga 89/17).

Auch die Klage vor dem Berliner Arbeitsgericht gegen die Airbus-Umflottung der LGW wurde abgewiesen. Hier hatte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit geklagt. Wie airliners.de aus dem Umfeld der Gewerkschaft erfuhr, überlege diese, kommende Woche Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.

Von: cs, dpa
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