Air Berlin prüft Optionen für ihre Tochter Belair

15.12.2016 - 10:29 0 Kommentare

Wie geht es mit der Belair weiter? Darüber denkt Air Berlin, die sich gerade im Umbau befindet, nach. Laut einer Sprecherin gibt es mehrere Szenarien, die sich jedoch alle auf ein bestimmtes Kerngeschäft konzentrieren.

Dieses Archiv-Foto zeigt eine Boeing 767 der Air-Berlin-Tochter Belair. Inzwischen besteht die Flotte aus Maschinen der A320-Familie. - © © AirTeamImages.com - TT

Dieses Archiv-Foto zeigt eine Boeing 767 der Air-Berlin-Tochter Belair. Inzwischen besteht die Flotte aus Maschinen der A320-Familie. © AirTeamImages.com /TT

Die Air Berlin Group prüft derzeit, wie es mit ihrer Schweizer Tochter Belair weitergehen soll. Es gebe mehrere Szenarien, sagte jetzt eine Belair-Sprecherin der Zürichsee-Zeitung. Diese "konzentrieren sich auf ein Kerngeschäft von drei Flugzeugen, die für den Schweizer Markt unter der Belair betrieben werden sollen". Die Flotte der Airline besteht aus sieben Maschinen der A320-Familie.

Eine achte Belair-Maschine trägt dem Bericht zufolge inzwischen keine Schweizer Registrierung mehr, sondern eine deutsche - sie ist also für Air Berlin direkt unterwegs. Sollte es so kommen, wie von der Sprecherin beschrieben, würden weitere Maschinen folgen. Entlassungen seien jedoch nicht vorgesehen, so die Sprecherin weiter.

Hintergrund ist der große Umbau bei Air Berlin. Die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft legt den Fokus auf den Geschäftsreiseverkehr und die Langstrecken, ein Teil der Flotte soll außerdem für die Lufthansa-Billigplattform Eurowings abheben. Die österreichische Tochter Niki wird verkauft.

© dpa, Maja Hitij Lesen Sie auch: So will Air Berlin aus den roten Zahlen fliegen

Belair verbindet derzeit die beiden Flughäfen Zürich-Kloten und Basel-Mulhousse-Freiburg mit Zielen in Ägypten, Serbien und Mazedonien, wie ein Blick in Flugplandaten zeigt. Außerdem gibt es tägliche Flüge zwischen Zürich und den Air-Berlin-Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf.

Die Air Berlin Group hatte im November 2007 eine 49-prozentige Beteiligung an Belair Airlines erworben. Die Schweizer Fluggesellschaft hat ihren Heimatflughafen in Zürich. In einer Air-Berlin-Präsentation, die den Umbau des Unternehmens genauer beschreibt, wird Zürich nicht mehr als Hauptstandort, sondern lediglich als Zielflughafen aufgeführt.

Von: ch
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