Gedankenflug

Air Berlin wirbt mit Mr. Spock - das ist unlogisch

25.08.2016 - 17:02 0 Kommentare

Air Berlin wirbt für Star Trek - und zwar mit der Geste von Mr. Spock. Das passt zwar nicht so recht zusammen, sagt airliners.de-Redakteur Christian Höb - allerdings gibt es zwischen der Airline und Star Trek auch Parallelen.

Vom Spuckbeutel zur

Vom Spuckbeutel zur "Spocktüte": Air Berlin wirbt mit der Science-Fiction-Serie "Star Trek". © Air Berlin

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"Lebe lang und in Frieden" - das sagt der logisch denkende Mr. Spock aus der Science-Fiction-Serie "Star Trek". Dabei hebt er eine Hand zum Gruß und formt mit seinen Fingern eine Art "V". Star Trek feiert im September 50-jähriges Serienjubiläum, darum ist die bekannte Geste jetzt im Rahmen einer Marketing-Aktion auf einer A320 der Air Berlin sowie deren Sitze zu sehen.

"Lebe lang und in Frieden." Mit etwas Wohlwollen ist "lebe lang" bisher auf Air Berlin zutreffend, der Erstflug fand im April 1979 statt. Angesichts der finanziellen Situation der Fluggesellschaft ist das "in Frieden leben" allerdings weniger zutreffend.

Im vergangenen Jahr hatte die Airline einen weiteren Rekordverlust eingefahren, das Minus betrug 447 Millionen Euro. Auch im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres musste die Airline einen Verlust hinnehmen. Mr. Spock würde die finanzielle Situation der Gesellschaft vermutlich als "faszinierend" beschreiben.

Marketing-Aktion: Air Berlin feiert mit dieser A320 den 50. Geburtstags der TV-Serie "Star Trek". Foto: © Air Berlin

Als Außenstehender kann einem angesichts der finanziellen Lage jedoch schlecht werden. Da helfen auch die Spuckbeutel an Bord der Air-Berlin-Maschine mit Star-Trek-Livery nichts, die zu "Spocktüten" umgewandelt wurden. Aus Sicht von Mr. Spock übrigens auch eine "unlogische" Aktion - denn die Tüte erfüllt ja auch ohne sein aufgedrucktes Gesicht ihren Zweck.

Es gibt aber Gemeinsamkeiten zwischen Air Berlin und der Enterprise, dem Raumschiff aus Star Trek - doch diese taugen aus Marketing-Sicht wenig. So kann die Airline mit Sitz in Berlin immer noch nicht am neuen Hauptstadtflughafen BER starten und landen, was auch auch für die Enterprise gilt:

Und es gibt noch eine Parallele, die eher schlecht zu vermarkten ist. Denn während Mr. Spock und die Besatzung die "unendlichen Weiten" des Weltalls erforschen, erforscht Air Berlin, wie lange es noch so weitergehen kann wie bisher.

Über den Autor

Christian HöbNeben seinem Master in Journalistik hat Christian Höb an der Deutschen Journalistenschule in München eine Ausbildung zum Redakteur absolviert. Seit 2014 ist er als Mitglied der airliners.de-Redaktion vor allem für die Bereiche Luftverkehrspolitik und Luftverkehrswirtschaft zuständig. Kontakt: christian.hoeb@airliners.de

Von: ch
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