Air Berlin: Können Bundeskredit zurückzahlen

03.11.2017 - 12:02 0 Kommentare

Was heißt die Ankündigung der Masseunzulänglichkeit von Air-Berlin-Sachverwalter Flöther für den Überbrückungskredit des Bundes? Die Airline tritt Befürchtungen entgegen, sie könnte die 150 Millionen Euro nicht zurückzahlen.

Flugzeug der Air Berlin. - © © dpa -

Flugzeug der Air Berlin. © dpa

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin tritt Befürchtungen entgegen, sie könne den 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes nicht zurückzahlen. "Wir haben gute Verkaufserlöse erzielt", sagte Sprecher Heinz-Joachim Schöttes. "Wir gehen deshalb derzeit davon aus, den Überbrückungskredit an die KfW zurückzahlen zu können."

Lufthansa und Easyjet haben sich den Großteil Air Berlins gesichert. Lufthansa überweist 210 Millionen Euro, Easyjet 40 Millionen Euro. Damit das Geld fließen kann, muss jedoch die EU-Kommission dem Verkauf zustimmen. Lufthansa rechnet damit im Dezember. Mit dem Kredit durch die staatliche Förderbank KfW hatte der Bund Mitte August verhindert, dass die Maschinen von Air Berlin nach dem Insolvenzantrag am Boden bleiben müssen. Damit wurde der Verkauf gesichert.

Auch der Bund ist zuversichtlich

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am Mittwoch hatte der Sachwalter der Air-Berlin-Gläubiger, Lucas Flöther, erklärt, es drohe die Masseunzulänglichkeit: Die Masse des Unternehmens reiche voraussichtlich nicht aus, um bestehende Verbindlichkeiten zu erfüllen, die über die Kosten des Insolvenzverfahrens hinausgingen.

© Air Berlin, Lesen Sie auch: Der Versuch eines Air-Berlin-Zwischenfazits Apropos (21)

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte daraufhin, es erwarte weiterhin, dass der 150-Millionen-Euro-Kredit des Bundes zurückgezahlt wird. Es handelt sich dabei um einen Massekredit, der nach dem Insolvenzantrag gewährt wurde und daher vorrangig zurückzuzahlen ist.

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr Spohr bekräftigt Interesse an Alitalia

    Lufthansa-Chef Spohr macht nach der Regierungsbildung in Italien per Brief klar, dass sein Konzern weiterhin Interesse an Alitalia hat. Aber es müssten Bedingungen erfüllt werden, sagt auch Hub-Chef Hohmeister.

    Vom 27.06.2018
  • Alitalia-Maschinen stehen am Flughafen "Leonardo da Vinci" in Rom. Alitalia-Kommissar fordert neue Investitionen

    Italiens neue Regierung befasst sich jetzt mit Alitalia. Ein Sonderverwalter sieht die insolvente Airline auf einem guten Weg. Gleichzeitig drängt er auf eine rasche Entscheidung der Politik.

    Vom 10.07.2018
  • Thorsten Dirks. Air-Berlin-Übernahme war "teils zu ambitioniert"

    Über 70 Maschinen von Air Berlin will Eurowings in die Luft bringen. Dies geschehe laut Airline-Chef Dirks zwar "in Rekordzeit", aber nicht ohne Probleme, gibt sich der Lufthansa-Manager selbstkritisch.

    Vom 16.07.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus