Air Berlin kann sich frisches Geld verschaffen

08.05.2014 - 14:19 0 Kommentare

Auf ihrem Weg aus den roten Zahlen ist Air Berlin jetzt ein Stück vorangekommen. Über zwei Anleihen konnte sich die Fluggesellschaft einen dreistelligen Millionenbetrag sichern.

Ein Flugzeugmodell der Air Berlin steht am 11. Mai 2006 beim Börsengang der Fluggesellschaft in Frankfurt am Main auf der Empore des Handelssaals der Wertpapierbörse.  - © © dpa - Arne Dedert

Ein Flugzeugmodell der Air Berlin steht am 11. Mai 2006 beim Börsengang der Fluggesellschaft in Frankfurt am Main auf der Empore des Handelssaals der Wertpapierbörse. © dpa /Arne Dedert

Air Berlin hat sich mehr als eine halbe Milliarde Euro frisches Geld gesichert. Neben der Finanzspritze ihres Großaktionärs Etihad in Höhe von 300 Millionen Euro sammelte die angeschlagene Fluggesellschaft über zwei Anleihen 252 Millionen Euro ein, wie sie am heutigen Donnerstag mitteilte. Dabei handelt es sich um eine Euro-Anleihe in Höhe von 170 Millionen Euro bei einem jährlichen Zinssatz von 6,75 Prozent. Die zweite Anleihe hat ein Volumen von 100 Millionen Schweizer Franken (rund 82 Millionen Euro). Der jährliche Zinssatz wurde mit 5,625 Prozent angegeben.

Bisherige Gläubiger zeigten jedoch kaum Interesse, ihre in den Jahren 2014 und 2015 fälligen Air-Berlin-Anleihen mit Zinsen von 8,5 und 11,5 Prozent in die neuen, bis zum Jahr 2019 laufenden Papiere umzutauschen. Lediglich knapp 13 Millionen Euro kann Air Berlin auf diese Weise umschulden. Eigentlich hatte Finanzchef Ulf Hüttmeyer auf 100 Millionen Euro gehofft.

© dpa Lesen Sie auch: Air Berlin kündigt fundamentale Neustrukturierung an

Von der Anleihesumme will die Gesellschaft 150 Millionen Euro in allgemeine Unternehmenszwecke stecken. Mit dem übrigen Geld will sie nun die älteren Anleihen bei günstigen Kursen am Markt zurückkaufen. Air Berlin hatte nach jahrelangen Verlusten kein Eigenkapital mehr.

Die von der arabischen Fluggesellschaft Etihad gezeichnete Wandelanleihe mit unbefristeter Laufzeit soll nun als Eigenkapital angerechnet werden. Durch die Konstruktion mit der Wandelanleihe soll verhindert werden, dass Etihad die Mehrheit an Air Berlin übernimmt, da in diesem Fall Air Berlin viele Start- und Landerechte verlieren würde. Die EU-Kommission untersucht derzeit den Einfluss von Großaktionär Etihad auf Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft.

Von: dpa, airliners.de
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