Konzentration auf München und Stuttgart

Air Berlin gibt Memmingen auf

19.08.2010 - 12:45 0 Kommentare

Air Berlin hat die Einstellung ihrer letzten Flugverbindung zum Allgäu-Airport Memmingen bekannt gegeben. Als Grund wurden die zu geringen Erlöse sowie die eingeschränkten Betriebszeiten des Flughafens genannt.

Airbus A319 der Air Berlin in Memmingen - © © Allg -

Airbus A319 der Air Berlin in Memmingen © Allg

Air Berlin zieht sich komplett vom Allgäu-Airport zurück. Wie ein Flughafensprecher am Donnerstag mitteilte, wird die Air Berlin mit Beginn des Winterflugplans 2010/11, der ab Ende Oktober gilt, auch die Verbindung zwischen Berlin und Memmingen streichen. Die Gründe liegen den Angaben zufolge in zu geringen Erlösen und den Betriebszeiten des Allgäu-Airport, die Landungen nur bis 22.00 Uhr erlauben.

Die Entscheidung sorgte bei der Allgäu-Airport-Geschäftsleitung auch für Verwunderung. Denn die Auslastung der Berlin-Flüge sei in den letzten Monaten kontinuierlich gestiegen und habe zuletzt im August rund 80 Prozent betragen.

Air Berlin hatte zum Winterflugplan 2009/10 von TUIfly die drei innerdeutschen Strecken nach Hamburg, Berlin und Köln übernommen. Als die Flüge nach Köln und Hamburg aufgegeben wurden, monierte Air Berlin ebenfalls die zu geringen Erlöse.

Für Ralf Schmid, Sprecher der Allgäu-Airport-Geschäftsführung, ist der Rückzug von Air Berlin auch eine Folge der strategischen Ausrichtung der Fluggesellschaft, die sich auf die Airports in Stuttgart und München konzentriere.

Der Allgäu-Airport intensiviert nun nach eigenen Angaben die Gespräche mit anderen Airlines. Nach dem Abzug der Air Berlin wird der Flughafen im Liniendienst nur noch von den Billigfliegern Ryanair und Wizz Air bedient. Hinzu kommen Charterflüge von TUIfly, SunExpress, Germania, Air Italy, Atlas Jet, XL Airways und Sky Airlines.

Von: airliners.de mit ddp, Allgäu Airport
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Andreas Gruber: "Niki hat immer gut performt." "Die Air-Berlin-Pleite führt zu mehr Wettbewerb"

    Interview Lauda-Motion-Chef Andreas Gruber spricht im Interview mit airliners.de über die Folgen der Insolvenz von Air Berlin, das Standing der Niki-Nachfolgerin und deren Engagement im Charter-Geschäft.

    Vom 16.08.2018
  • Viele verschiedene Airlines waren in diesem Sommer am Himmel zu sehen - hier 15 von ihnen plus die verschwundene Air Berlin. So performten die Airlines im Sommer

    Bilanz 30 Prozent mehr Flüge als im Sommer 2017 haben die 15 wichtigsten Airlines auf dem deutschen Markt in diesem Sommer angeboten. Gleichzeitig wuchsen auch die Probleme massiv. Mit schweren Folgen.

    Vom 26.10.2018
  •  Der Niki-Nachlass - mehrfach aufgeteilt und fehlverplant

    Gastbeitrag Aviation-Management-Professor Christoph Brützel analysiert, wie ein Jahr nach dem Konkurs von Air Berlin deren Angebot und Kapazitäten im touristischen Flugmarkt neu verteilt sind. Fazit: Es haben sich viele daran probiert - auch wenn die Voraussetzungen nicht stimmten.

    Vom 16.08.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus