49 Prozent

Air Berlin darf sich an Schweizer Ferienflieger beteiligen

21.08.2007 - 10:00 0 Kommentare

Berlin/Bonn (dpa) - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin kann wie geplant eine Beteiligung in der Schweiz eingehen. Für die Übernahme von 49 Prozent am Ferienflieger Belair (Glattbrugg bei Zürich) bestehe keine Anmeldepflicht, sagte eine Sprecherin des Bundeskartellamts am Dienstag in Bonn. Die zum Verbund des Schweizer Handelskonzerns Migros gehörende Belair mit drei Jets mache kaum Umsätze in Deutschland. Nach Unternehmensangaben meldeten auch die Schweizer Kartellbehörde und die EU-Kommission keine Bedenken an. «Jetzt können wir auch aus der Schweiz heraus alle internationalen Strecken bedienen», sagte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold. Angaben zum Kaufpreis für die Anteile wurden nicht gemacht.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin kann sich an der schweizerischen Fluggesellschaft Belair beteiligen. Sowohl das deutsche Bundeskartellamt als auch die EU-Kommission hätten eine Anmeldepflicht der 49-prozentigen Beteiligung verneint, teilte Air Berlin am Dienstag mit. Gleiches habe zuvor die Schweizer Kartellbehörde erklärt. Belair ist den weiteren Angaben zufolge eine Tochtergesellschaft der Hotelplan-Gruppe, die dem Handelskonzern Migros gehört. Die Fluglinie betreibe derzeit zwei Boeing 757-200 und eine Boeing 767-300.

Während Air Berlin eine Verstärkung ihres Geschäfts auf dem schweizerischen Markt anstrebe, sehe Hotelplan Vorteile, wenn Belair in Vertrieb und Logistik von Air Berlin eingebunden werde, hieß es. «Jetzt können wir auch aus der Schweiz heraus alle internationalen Strecken bedienen», sagte der Air Berlin-Vorstandsvorsitzende Joachim Hunold.

Durch diese Entscheidung der Kartellämter kann Air Berlin den weiteren Angaben zufolge nun auch Einzelplätze für Flüge ab Zürich und Basel anbieten. Buchbar seien diese ab sofort für den Winterflugplan 2007/08 beispielweise auf Strecken zu den Kanaren und nach Ägypten. Weitere Strecken würden derzeit diskutiert, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

Von: ddp, dpa
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