Air-Berlin-Chef spottet über BER

22.06.2017 - 09:51 0 Kommentare

Sollte der Flughafen Tegel parallel zum BER geöffnet bleiben, weiß Air Berlin schon ganz genau, welchen Hauptstadt-Airport sie anfliegt. Airlinechef Thomas Winkelmann findet zudem deutliche Worte zum Pannenflughafen.

Thomas Winkelmann - © © dpa - Marius Becker

Thomas Winkelmann © dpa /Marius Becker

Sollte der Flughafen Berlin-Tegel paralleluletztzum eröffneten BER weiterbetrieben werden, möchte Air Berlin nicht zum neuen Hauptstadtflughafen umziehen. Dies sagte Airlinechef Thomas Winkelmann nun der Wochenzeitung "Die Zeit". "Aus dem BER kann man dann ja ein Museum machen. Wir bleiben dann in Tegel", so der Manager.

Die Abkehr vom BER begründet Winkelmann mit finanziellen Aspekten. So koste jedes Jahr, in dem der BER nicht fertiggestellt ist und Air Berlin noch am Flughafen Tegel operieren muss, die Airline 20 Millionen Euro. Denn Air Berlin kann in Tegel nicht wachsen, da der Flughafen voll ist. Noch am Mittwoch hatte Winkelmann Zweifel am Airport Tegel geäußert.

Volksabstimmung im September

Die Eröffnung des BER wurde wegen baulicher Mängel seit 2012 mehrfach verschoben. Aktuell peilen der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg als Gesellschafter einen Start im kommenden Jahr an. Es wurden aber schon Stimmen laut, die an diesem Termin zweifeln. Zuletzt äußerte sich zum Beispiel der Chef des Verkehrsausschusses des Bundestags.

Fotos: dpa, airliners.de

Tegel soll kurz nach Eröffnung des BER für den Linienflugbetrieb geschlossen werden. Eine Volksinitiative erwirkte im Frühjahr eine Volksabstimmung, bei der zeitgleich mit der Bundestagswahl entschieden werden soll, ob der Airport weiterbetrieben werden soll. Am Flughafen Tegel sind im April 1,8 Millionen Fluggäste gezählt worden.

© AirTeamImages.com, Jan Severijns Exklusiv: Ryanair will Berlin-Tegel anfliegen

Von: cs
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