Video-Interview mit Joachim Hunold

Air Berlin bekommt 787 früher

27.06.2011 - 11:33 0 Kommentare

Air Berlin will die Boeing 787 über ein Jahr früher einsetzen, als zuletzt öffentlich bekannt. Möglich wird ein früherer Termin durch Leasingvereinbarungen, sagte Air-Berlin-CEO Joachim Hunold im airliners.de-Interview.

Air Berlin kann ihre erste Boeing 787 früher übernehmen. Statt Ende 2015 erwarte der deutsche Launch-Customer den ersten "Dreamliner" nun rund eineinhalb Jahre früher, sagte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold am Samstag bei der 787-Deutschlandpremiere in Berlin-Tegel gegenüber airliners.de.

Man habe dazu mit dem Leasingunternehmen ILFC eine Vereinbarung über die Abnahme von drei 787 getroffen, so Hunold. Diese Maschinen würden bereits ab April 2014 ausgeliefert, weshalb man sich zusätzlich zu den Direktkäufen bei Boeing für das Leasing entschieden hätte.

Die erste der insgesamt 15 fest bestellten eigenen Boeing 787 kommen dann wie geplant 2015 zur Flotte. Insgesamt plane man mit zunächst 18 Boeing 787. Die neuen Flugzeuge sollen dann sukzessive die bestehende A330-Flotte ersetzen.

Auf welchen Strecken die Flugzeuge bei Air Berlin eingesetzt werden, werde später verkündet, so Hunold. Das Flugzeug sei aber mit seiner Effizienz hervorragend geeignet, das Langstreckennetz der Air Berlin ab Berlin und Düsseldorf weiter auszubauen.

Auch zur Konfiguration sowie zur Ausstattung mit Inflight Entertainment und Onboard-Connectivity hielt sich der Air-Berlin-Chef noch bedeckt. Im Moment stehe man in Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern.

Fest stehe aber bereits jetzt, dass der "Dreamliner" bei Air Berlin mit einer Zwei-Klassen-Konfiguration fliegen würden, wobei die Business-Class einen 180 Grad flachen Schlafsitz bekommen werde.

Air Berlin hatte sich 2007 für die Boeing 787 entschieden und zunächst 25 Maschinen plus 10 Optionen bestellt. Später reduzierte Air Berlin die Order auf 15 Festbestellungen und fünf Optionen.

Von: airliners.de
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