Air-Asia-Airbus über der Javasee verunglückt

28.12.2014 - 17:02 0 Kommentare

Ein Airbus A320 der Air Asia Indonesia ist am Morgen auf dem Weg von Surabaya nach Singapur verunglückt. Der Kontakt zur Maschine brach bei schlechtem Wetter über der Javasee ab. Die Suche läuft.

Airbus A320 der Indonesia Air Asia - © © AirTeamImages.com - Frikkie Bekker

Airbus A320 der Indonesia Air Asia © AirTeamImages.com /Frikkie Bekker

In der Javasee läuft die Suche nach einem Flugzeug der Air Asia Indonesia. Ein Airbus A320 mit 155 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord war als QZ8501 auf dem Weg vom indonesischen Surabaya nach Singapur, als er am Morgen vom Radar verschwand. Einen Notruf setzte die Crew nach ersten Informationen nicht ab.

Die Suche konzentriert sich derzeit auf die Küstenregion rund 100 Meilen südöstlich der indonesischen Insel Pulau Belitung. Die indonesische Luftwaffe entsandte sieben Suchflugzeuge und Hubschrauber sowie zehn Schiffe in die Region. Malaysia entsandte drei Schiffe und ein Flugzeug, Singapur ein weiteres Flugzeug.

«Die Möglichkeit besteht, dass die Maschine abgestürzt ist», sagte der indonesische Vizepräsident Jusuf Kalla am Abend. «Aber wir haben noch keine konkreten Hinweise darauf.» Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche mit Flugzeugen zunächst ergebnislos abgebrochen. Sie sollte am Montagmorgen fortgesetzt werden, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Jakarta ankündigte. Die Armee soll dann auch auf den umliegenden Inseln Suchaktionen starten.

Das indonesische Verkehrsministerium veröffentlichte unterdessen Loadsheet sowie Passagierlisten des Unglücksfluges. Das Unglücksflugzeug war nach Angaben eines Ministeriumssprechers um 5.20 Uhr in Surabaya gestartet und sollte eigentlich um 8.30 Uhr in Singapur ankommen.

Die Luftverkehrsbehörde in Singapur erklärte, der Funkkontakt zu dem Flugzeug sei abgebrochen, als es sich noch im indonesischen Luftraum befand. Nach Angaben der Airline hatte die Crew die indonesische Luftverkehrskontrolle zuvor um eine Änderung der Flugroute wegen schlechten Wetters gebeten. Berichten zufolge gab es schwere Stürme in der Region.

Die erst im Oktober 2008 ausgelieferte Unglücksmaschine mit der Registrierung PK-AXC habe bisher rund 23.000 Flugstunden bei rund 13.600 Flügen absoviert, teilte Airbus mit. Das verunglückte Flugzeug wurde von «Indonesia Air Asia» betrieben, einer indonesischen Lowcost-Airline die zu 49 Prozent der Muttergesellschaft Air Asia gehört und 30 Flugzeuge vom Typ A320 betreibt. Die Muttergeselschaft Air Asia ist eine der größten Billigfluglinien der Welt. Sie hat ihren Hauptsitz in Malaysia.

Von: dpa, AFP, airliners.de
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