Agentur sieht geringes Risiko für Kreditgeber der Berliner Flughäfen

17.02.2016 - 13:16 0 Kommentare

Die Ratingagentur Moody's sieht die Berliner Flughäfen als vergleichsweise sichere Geldanlage an. Grund sind wachsende Passagierzahlen und der Umstand, dass der Staat im Wesentlichen für die Schulden geradesteht.

Ein Hinweisschild am neuen Hauptstadtflughafen BER. - © © dpa - Ralf Hirschberger

Ein Hinweisschild am neuen Hauptstadtflughafen BER. © dpa /Ralf Hirschberger

Trotz der Probleme mit dem neuen Hauptstadtflughafen sieht Moody's die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft (FBB) als vergleichsweise sichere Geldanlage. Die Ratingagentur gibt dem staatlichen Unternehmen die Bewertung A1, die fünftbeste von 21 Stufen. Investoren, die dem Flughafen Geld leihen, gehen demnach ein geringes Risiko ein. Positiv ins Gewicht fällt, dass der Staat im Wesentlichen für die Schulden geradesteht und dass die Passagierzahlen in Tegel und Schönefeld wachsen.

Belastend wirken die hohe Verschuldung und das schwache finanzielle Profil der Gesellschaft, die den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem Bund gehört. Die FBB steht im Rating etwas besser da als etwa der privat betriebene Londoner Flughafen Heathrow, aber ebenso wie der Amsterdamer Flughafen Schiphol, der in öffentlicher Hand liegt. Die Betreiber des größten deutschen Flughafens in Frankfurt werden derzeit nicht von Agenturen bewertet.

Moody's ist eine der weltweit führenden Ratingagenturen. Bezahlt werden diese in der Regel von denen, die sie bewerten. "Wir haben das Rating freiwillig initiiert", teilte FBB-Finanzchefin Heike Fölster am Mittwoch mit. Ihr sei wichtig, Transparenz über die Werthaltigkeit des Unternehmens und seine Herausforderungen herzustellen.

Von: gk, dpa
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