Fusionsanbahnung mit sechs Airlines

Aeroflot auf dem Weg zu alter Größe?

03.02.2010 - 13:47 0 Kommentare

Die russische Regierung hat die Fusion des Nationalcarriers Aeroflot mit sechs  Fluggesellschaften aus dem Portfolio des Staatskonzerns Rostechnologii gebilligt. Der Zusammenschluss soll binnen zwei Jahren abgeschlossen sein

Aeroflot Airbus A319 - © © AirTeamImages.com -

Aeroflot Airbus A319 © AirTeamImages.com

Russland will die Kapazitäten kleinerer Fluggesellschaften unter dem Dach seines Marktführers Aeroflot bündeln. Regierungschef Wladimir Putin habe dem Vorschlag des Verkehrsministeriums für eine Fusion von Aeroflot mit sechs Unternehmen gebilligt, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung «Wedomosti» am Mittwoch.

Bei den Airlines, die bislang dem Staatskonzern Rostechnologii angehörten, geht es um die Fluggesellschaft Rossiya sowie um die fünf regionalen Carrier Vladivostokavia, KMV Airlines, Orenburg Airlines, Saratov Airlines und Sakhalin Airlines.

Analysten zufolge wird die Airline-Fusion voraussichtlich in etwa zwei Jahren perfekt sein. Zuvor hatte der Konzern Rostechnologii geplant, seine Flugunternehmen zu einem Konkurrenten der Aeroflot fusionieren zu lassen. Das Vorhaben sei aber «an mangelhaftem Management» gescheitert, meinen Branchenexperten.

Die Aeroflot, die zur internationalen Allianz SkyTeam um AirFrance und KLM gehört, wolle ihren Marktanteil in Russland durch die Akquisition von derzeit 15 auf etwa 35 Prozent erhöhen, schrieb die Zeitung. 2009 war die Passagierzahl bei Aeroflot in der Wirtschaftskrise um 5,6 Prozent auf rund 8,8 Millionen Fluggäste gesunken.

Rostechnologii erhebt Anspruch auf rund 26 Prozent der Anteile, die Aeroflot ihrem einzigen Privataktionär Alexander Lebedew für etwa 400 Millionen US-Dollar (287 Mio Euro) abkaufen will. Hingegen wäre Aeroflot nach Angaben der Zeitung bereit, höchstens zehn Prozent der Anteile abzutreten. Lebedew ist auch an der kleinen deutschen Fluggesellschaft Blue Wings beteiligt, bei der es einen heftigen Aktionärsstreit gibt.

Von: dpa, airliners.de
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