ADV fordert mehr politische Unterstützung bei Elektromobilität

06.06.2016 - 15:15 0 Kommentare

Die deutschen Flughäfen sehen sich als Vorreiter beim Klimaschutz. Beim Thema Elektromobilität ist die politische Unterstützung aber noch unzureichend, kritisiert der ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer - © © ADV -

Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer © ADV

Die deutschen Verkehrsflughäfen haben die CO2-Emissionen innerhalb von vier Jahren von 2010 bis 2014 um zwölf Prozent senken können. Und das obwohl innerhalb des gleichen Zeitraums die Verkehrszahlen um elf Prozent gestiegen sind, informierte jetzt der Flughafenverband ADV anlässlich des diesjährigen Tages der Umwelt. Pro Passagier sind das laut Mitteilung 21 Prozent weniger Emissionen.

Laut ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel nehmen die deutschen Airports beim Umwelt- und Klimaschutz eine Spitzenposition ein und gehören zu den Vorreitern dieser Branche in Europa. Effizientes Klimaschutzmanagement, wie beispielsweise die Optimierung der Heizungs- und Klimatechnik, der Austausch von tausenden Glühlampen in der Vorfeldbeleuchtung gegen LED oder der Einsatz von Elektrofahrzeugen auf dem Vorfeld würden sich auszahlen.

© ColognE-Mobil, Lesen Sie auch: Elektro-Autos bestehen Praxistest am Flughafen Köln/Bonn

Gerade der Bereich Elektromobilität könnte ausgeweitet werden, die politische Unterstützung sei dafür aber noch unzureichend, kritisierte Beisel erneut. Regelungen für rein innerbetriebliche gewerbliche Verkehre sowohl für PKW ohne Straßenzulassung als auch für nicht öffentliche Ladeinfrastruktur seien derzeit in den Plänen der Bundesregierung nicht vorgesehen. "Die meisten Elektrofahrzeuge, die an den Vorfeldern zum Einsatz kommen, besitzen keine Straßenzulassung. Hier besteht dringender Handlungsbedarf."

Eine Übersicht darüber, was an verschiedenen Airports bereits umgesetzt wurde, bietet die ADV-Publikation "Klimaschutz im Blick - Innovationen zum Klimaschutz an Flughäfen".

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Von: gk
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