Airlines bieten im Winter mehr Destinationen an

03.12.2018 - 15:39 0 Kommentare

Von den deutschen Verkehrsflughäfen werden in diesem Winter laut ADV 119 neue Ziele angeflogen - gleichzeitig fallen 112 weg. Fast die Hälfte der Airports verbucht mehr Ziele.

Flughafen München: Vorfeld West vor dem Terminal 1 - © © Flughafen München GmbH -

Flughafen München: Vorfeld West vor dem Terminal 1 © Flughafen München GmbH

Von den deutschen Flughäfen sind in diesem Winter 1411 Ziele erreichbar. 119 Ziele sind dabei neu, während gleichzeitig 112 Destinationen aus Kostengründen von den Gesellschaften gestrichen wurden. Das geht aus einer Auswertung des Flughafenverbandes ADV hervor, die airliners.de vorliegt.

Im Saldo verzeichnet Düsseldorf zehn Ziele mehr als im vergangenen Winterflugplan (16 neue Destinationen, sechs fallen weg), während von Köln/Bonn 13 Städte weniger erreicht werden können (acht neue, 21 fallen weg). Das liegt an der Verlagerung des Langstreckenangebots der Lufthansa-Tochter Eurowings in die NRW-Hauptstadt.

Insgesamt verzeichnen sechs der 21 beobachteten ADV-Flughäfen ein verringertes Streckenangebot, zwölf legen zu und 3 (München, Stuttgart und Saarbrücken) bleiben auf dem gleichen Stand wie im vorigen Winter. Winter- und Sommerflugplan wechseln jeweils mit der Zeitumstellung Ende Oktober und Ende März.

Saldo aller Verbindungen von deutschen Airports im aktuellen Winterflugplan
Neue Ziele minus wegfallende Verbindungen
DUS 10
PAD 5
FRA 4
FMO 4
BER 3
DTM 3
BRE 2
HAJ 2
NUE 1
LEJ 1
FDH 1
DRS 1
MUC 0
STR 0
SCN 0
HAM -1
ERF -1
FKB -4
NRN -4
HHN -7
CGN -13

Die Grafik zeigt das Saldo aus den neuen und gestrichenen Verbindungen im aktuellen Winterflugplan im Vergleich zum Winterflugplan 2018/19.Quelle: ADV, Grafik: airliners.de

Im gerade abgeflogenen Sommerflugplan seien die Flughäfen von 160,6 Millionen Passagieren genutzt worden, teilte die ADV weiter mit. Mit einem Plus von 3,3 Prozent verlangsamte sich aber das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, als noch fast sechs Prozent erreicht worden waren. Ein wichtiger Grund war der Ausfall der einst zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin, deren Angebotslücke erst im Laufe des Sommers vollständig geschlossen worden sei.

Erneut legte der Europaverkehr stark zu mit einem Plus von 5,5 Prozent mehr Gästen. Auf innerdeutschen Strecken ging die Passagierzahl im Vergleich zum Vorsommer hingegen um 2,3 Prozent zurück. Hier spielt neben den Folgen der Air-Berlin-Pleite auch die schnellere Bahn-Verbindung zwischen Berlin und München eine Rolle.

Beisel mahnt zum Kapazitätsausbau

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel mahnte angesichts der ungebrochenen Nachfrage zum weiteren Ausbau der Kapazitäten sowohl am Boden als auch in der Luft. Man benötige zudem zusätzliche Verkehrsrechte für ausländische Langstrecken-Airlines, um das Angebot auszuweiten.

Neue und eingestellte Destinationen im aktuellen Winterflugplan gegenüber dem Vorjahr
Streckenaufnahmen Streckenstreichungen
Düsseldorf 16 -6
München 15 -15
Stuttgart 14 -14
Berlin* 11 -8
Frankfurt 9 -5
Köln/Bonn 8 -21
Nürnberg 6 -5
Paderborn/Lippstadt 5 0
Hamburg 5 -6
Dortmund 5 -2
Münster/Osnabrück 4 0
Karlsruhe/Baden-Baden 4 -8
Bremen 4 -2
Leipzig/Halle 2 -1
Weeze 2 -6
Hannover 2 0
Friedrichshafen 2 -1
Dresden 2 -1
Hahn 2 -9
Saarbrücken 0 0
Erfurt 0 -1

Die Grafik zeigt die Anzahl der neuen und gestrichenen Verbindungen an den einzelnen Airports im Vergleich der aktuellen Winterflugplanperiode im Vergleich zum vergangenen Winterflugplan. / * = inklusive Tegel und SchönefeldQuelle:

"Der Blick auf die Weltkarte mit neuen Destinationen zeigt gähnende Leere bei Interkontinental-Destinationen auf die südliche Halbkugel", kritisierte Beisel. Ausländische Fluggesellschaften, die sich einem fairen Wettbewerb stellten, seien aber unverzichtbar für Privat- wie Geschäftsreisende.

Von: br
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