ADV: Airports leiden im September unter Air-Berlin-Rückzug

Monatsbilanz: Das Verkehrsaufkommen der deutschen Flughäfen im September wurde laut ADV maßgeblich von der Air-Berlin-Insolvenz bestimmt. Eine andere Verkehrszahl nimmt weiterhin stetig zu.

Der Flughafen Münster/Osnabrück ist im September um gut 24 Prozent gewachsen.Foto: © dpa, Friso Gentsch

Die deutschen Airports haben im vergangenen September rund 23,4 Millionen Passagiere registriert. Das sind zwar 4,2 Prozent mehr als im Vorjahrsmonat, wie der Flughafenverband ADV mitteilte. Allerdings nahm der innerdeutsche Verkehr um 1,4 Prozent ab. Das Verkehrsaufkommen im September werde bestimmt durch die Auswirkungen der Air Berlin-Insolvenz, so die ADV. "Im Ergebnis führt dies zum Zwei-Prozentpunkte geringeren Wachstumsniveau gegenüber den vorigen vier Monaten."

Air Berlin hatte im August Insolvenz angemeldet. Mitte September musste der Krisen-Carrier aufgrund massenhafter Krankmeldungen von Piloten etliche Verbindungen streichen - auch innerdeutsche Flüge waren betroffen.

Europaverkehr auf "stabilem Niveau"

Indes befinden sich der Europaverkehr und der Interkontinentalverkehr weiter auf Wachstumskurs mit 5,1 beziehungsweise 8,3 Prozent. "Ursächlich sind der Ausbau des touristischen Verkehrs in die Karibik und das wiedererstarken der touristischen Destinationen in Nordafrika, insbesondere Ägypten. Auch der Europaverkehr verharrt auf stabilem Niveau, weil der Anteil des Air-Berlin-Angebots in diesen beiden Marktsegmenten nicht so hoch ist."

Das Cargo-Aufkommen legte um rund 6,5 Prozent auf mehr als 421.000 Tonnen zu. Die Zahl der Flugbewegungen ging um rund 0,4 Prozent auf gut 216.000 Starts und Landungen zurück.

Darstellung: © ADV

Von: cs

Datum: 02.11.2017 - 14:10

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