Acciona-Mitarbeiter kämpfen in Frankfurt um ihre Jobs

14.08.2017 - 13:35 0 Kommentare

Die Mitarbeiter des Bodendienstleisters Acciona haben für ihre Arbeitsplätze demonstriert. Hintergrund ist das Konkurrenzunternehmen Wisag, das die Ausschreibung am Frankfurter Flughafen gewonnen hat.

Ramp Agents der Acciona.Foto: © Berliner Flughäfen, Günter Wicker

Die Beschäftigten des Flugzeugabfertigers Acciona sind für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße gegangen. Vor dem Wiesbadener Wirtschaftsministerium demonstrierten am heutigen Montag 200 bis 300 Mitarbeiter des Bodenabfertigers am Frankfurter Flughafen, wie Sprecher von Polizei, Verdi und Betriebsrat mitteilten.

Hintergrund der Proteste ist, dass das Unternehmen nach einer europaweiten Ausschreibung für die kommenden sieben Jahre den Auftrag an das Konkurrenzunternehmen Wisag verloren hat. Acciona hat dagegen eine Klage mit zunächst aufschiebender Wirkung beim Verwaltungsgerichtshof Hessen in Kassel eingelegt. Das Unternehmen stellt sich nach eigenen Angaben darauf ein, die Jets auch nach dem 1. November abzufertigen. Ein Verhandlungstermin steht laut Gericht noch nicht fest.

Der Betriebsrat befürchtet eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und wirft Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) vor, sein Haus habe aus fachfremden Gründen die Wisag ausgewählt.

© Wisag, Lesen Sie auch: Wisag statt Acciona: Arbeitnehmer sind skeptisch

Wisag-Chef Michael Wisser hatte zuvor jedoch öffentlich zugesichert, alle Arbeitsplätze zu erhalten, die Entgelte nicht abzusenken und sämtliche Acciona-Mitarbeiter zu übernehmen. Auch der Minister wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem transparenten, fairen und ergebnisoffenen Auswahlverfahren.

Der Acciona-Betriebsrat vertritt nach eigenen Angaben rund 1300 Beschäftigte. Neben dem spanischen Unternehmen fertigt der Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt die Flugzeuge auch selbst ab.

Von: ch
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