Aachener Hochschule verstärkt Initiative für Biokraftstoffe

20.12.2013 - 13:35 0 Kommentare

Die Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany hat ein neues Mitglied. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen soll die Forschungskompetenz der Initiative für alternative Kraftstoffe stärken.

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Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) ist das jüngste Mitglied von AIREG (Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany). Mit ihrer international führenden Forschungskompetenz entwickelt die RWTH innovative chemische und biotechnologische Verfahren – eine entscheidende Grundlage für die Energieversorgung der Zukunft, teilte die deutsche Luftfahrtinitiative für alternative Kraftstoffe mit.

„Permanente Innovation ist ein Muss in der Luftfahrt. Dem wird sich zukünftig auch die Kraftstoffversorgung stellen müssen", so Siegfried Knecht, Vorstandsvorsitzender von AIREG. Nur so seien die Klimaschutzziele der Branche erreichbar. Maximale CO2-Ersparnis und optimale technische Eigenschaften können mithilfe fortschrittlicher Bioraffineriekonzepte kombiniert werden. "Die Expertise der RWTH wird uns hierfür wichtige Impulse liefern."

„Ein Vorteil synthetischer Kraftstoffe ist deren Variabilität", erklärte Prof. Dr. Walter Leitner, Sprecher des Center for Molecular Transformations (CMT) an der RWTH Aachen. "Unser interdisziplinärer Ansatz erlaubt es, technische, chemische und biologische Eigenschaften passgenau auf die Anforderungen der Luftfahrt hin zu optimieren.“

Die RWTH Aachen gehört mit ihren 260 Instituten in neun Fakultäten zu den führenden europäischen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. Im Exzellenzcluster „Maßgeschneiderte Kraftstoffe aus Biomasse“ forschen nach Angaben der Hochschule mehr als 20 Institute aus den Bereichen der Chemie und Biotechnologie, der Verfahrenstechnik und des Maschinenbaus. Sie werden unterstützt durch die beteiligten Partnerinstitutionen: das Fraunhoferinstitut für Molekulare Biotechnologie und Angewandte Ökologie und das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mülheim gemeinsam. Der interdisziplinäre Ansatz mit dem Ziel des optimierten Prozesses zur Biokraftstoffherstellung wird in gemeinsamen Arbeitsräumen, dem „Fuel Design Center“ im Kernbereich der RWTH, verfolgt.

Zur RWTH gehört zudem das Center for Molecular Transformations (CMT) als Projekthaus. Zu den Hauptzielen gehört es, Projekte rund um nachhaltige Methoden und Prozesse für molekulare Transformationen für die CMT-Mitglieder zu entwickeln und einen Beitrag zur Bereitstellung alternativer Kohlenstoffquellen (Biomasse, CO2) zu leisten. CMT-Projekte unter anderem auf dem Gebiet der Katalyse-Forschung, insbesondere aus den Bereichen der Chemo-Katalyse, Bio-Katalyse und der Verfahrenstechnik werden betreut.

Forschungseinrichtungen, Airlines und Bioenergieproduzenten hatten die AIREG Mitte 2011 ins Leben gerufen. Ziel ist, die Entwicklung und Einsetzbarkeit regenerativer Flüssigkraftstoffe voranzutreiben und damit die Erreichung der ambitionierten CO2-Minderungsziele des Luftverkehrs zu unterstützen. Bis 2025 sollen so zehn Prozent des deutschen Kerosinbedarfs durch nachhaltige, alternative Flugkraftstoffe ersetzt werden.

Von: airliners.de mit AIREG
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