Testflüge verliefen «nicht nach Plan»

A400M-Tests in Brandenburg beendet

24.05.2012 - 17:44 0 Kommentare

Der Airbus A400M hat den Flugplatz Cottbus-Drewitz nach nur einem Tag wieder in Richtung Toulouse verlassen. Die Tests mit dem neuen Militärtransporter wurden nach einem Zwischenfall abgebrochen.

Airbus A400M w - © © Airbus Military -

Airbus A400M w © Airbus Military

Der mehrstündige Test des neuen Militär-Airbus A400M in Brandenburg ist nach Einschätzung des Unternehmens Airbus Military trotz einer Panne erfolgreich verlaufen. Das Transportflugzeug habe auf dem Flugplatz Cottbus-Drewitz auf einer unbefestigten Graspiste gute Antiblockier-Eigenschaften gezeigt, sagte die Unternehmenssprecherin Maggie Bergsma am Donnerstag. Allerdings seien am Ende der Übung eines abgebrochenen Startvorganges am Dienstag die Räder des linken Fahrwerkes bei einem starken Bremsmanöver in der oberen Erdschicht eingesackt.

Bei einer Inspektion habe man aber keinen Schaden festgestellt, erläuterte die Sprecherin. Das Flugzeug sei wieder flott gemacht worden und noch am Dienstag ins französische Toulouse zurückkehrt. Jetzt wolle man herausfinden, wie die tieferen Schichten einer unbefestigten Start- und Landebahn beschaffen sein müssen, um diesen Transporter tragen zu können. Dies gehöre zum normalen Testprogramm.

Der 45 Meter lange Airbus A400M war am Dienstag aus dem französischen Toulouse gestartet. Ursprünglich waren die Tests auf der 1.900 Meter langen Grasbahn neben der Betonpiste bis Sonntag vorgesehen. Die Leitung des Flugplatzes äußerte sich nicht zum Testverlauf. Der Bau des A400M ist Europas wichtigstes Rüstungsprojekt. Das Flugzeug soll 37 Tonnen Nutzlast bis hin zu gepanzerten Fahrzeugen oder schwerem Räumgerät über 8700 Kilometer transportieren können.

Von: dpa, airliners.de
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