Erneute Verschiebung?

A350-Zeitplan in Gefahr

24.07.2012 - 14:33 0 Kommentare

Der Zeitplan für den neuen Airbus A350 könnte sich erneut nach hinten verschieben. Analysten zweier Banken erwarten eine Verzögerung von bis zu einem halben Jahr.

Vorder- und Mittelrumpf des ersten Airbus A350 XWB werden in Toulouse auf der Endmontagelinie miteinander verbunden.

Vorder- und Mittelrumpf des ersten Airbus A350 XWB werden in Toulouse auf der Endmontagelinie miteinander verbunden.
© Airbus 2012 - P. Pigeyre

Roll-out des ersten A350XWB-Rumpfes. MSN 5000 ist für Belastungstests am Boden vorgesehen.

Roll-out des ersten A350XWB-Rumpfes. MSN 5000 ist für Belastungstests am Boden vorgesehen.
© Airbus 2012 - H. Goussé

Airbus A350 XWB

Airbus A350 XWB
© Airbus 2009

Airbus hat Analysten-Einschätzungen zufolge Probleme mit dem Zeitplan für den neuen Langstreckenjet A350. Der europäische Hersteller könnte den Zeitplan wegen Verzögerungen in der Entwicklung erneut nach hinten verschieben. Erste Teile hätten bereits zwei Monate Verspätung.

Während die Analysten von BNP Paribas mit einer Verschiebung um zwei Monate und geringen Kosten rechnen, hält DZ-Bank-Analyst Turnwald ein halbes Jahr Verspätung für möglich. Der neue Airbus-Chef Fabrice Bregier hatte Mitte Juli angedeutet, dass eine fehlerfreie Entwicklung wichtiger sei als die Einhaltung genauer Zeitvorgaben.

Mit dem Konkurrenzmodell zur ebenfalls dramatisch verzögerten Boeing 787 betritt nun auch Airbus technologisch in vielfacher Hinsicht Neuland - mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen wie Kosten- und Fristüberschreitungen. Bisher soll das erste Exemplar spätestens Mitte 2014 ausgeliefert werden. Derzeit wird das erste Exemplar für Flugtests endmontiert.

Airbus hatte den Zeitplan für die Standardversion der A350 bereits 2011 um ein halbes Jahr nach hinten verschoben, die Langversion kommt erst 2017 und damit zwei Jahre später als anfänglich angekündigt. Insgesamt liegen für den neuen Jet bereits 548 Bestellungen vor.

Von: airliners.de mit dpa-afx
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