ETS-Streit A330-Produktionsausweitung hängt von China-Auftrag ab

09.03.2012 - 09:23 0 Kommentare

Der Streit um den EU-Emissionshandel (ETS) wirkt sich auf Airbus aus. Der Flugzeughersteller macht die geplante Produktionssteigerung beim A330 von einem Auftrag aus China abhängig. Dieser ist bereits unterschrieben, wird aber von China wegen des Emissionshandels bisher blockiert.

Blick in die A330-Produktionshalle in Toulouse - © © Airbus 2008 - H. Goussé

Blick in die A330-Produktionshalle in Toulouse © Airbus 2008 /H. Goussé

Der europäische Flugzeugbauer Airbus macht eine Produktionssteigerung für seine A330-Langstreckenjets von der Freigabe eines bereits unterzeichneten, aber nicht freigegebenen Auftrags aus China abhängig. "Die Entscheidung haben wir in der Tat abhängig gemacht vom chinesischen Auftrag für 35 Maschinen", sagte der Chef der Airbus-Muttergesellschaft EADS, Louis Gallois, am Donnerstag in Paris.

China hat im Streit um Emissionsrechte mit der EU eine Freigabe der bereits bestellten 35 Airbus-Maschinen bisher blockiert. Betroffen ist auch ein Vertrag über zehn Exemplare des Großraumflugzeugs A380 für Hong Kong Airlines.

Gallois sagte erneut, dass eine globale Lösung im Rahmen der Zivilluftfahrt-Organisation ICAO sinnvoller als europäische Sonderwege sei. Bisher plant Airbus, die A330-Produktion bis zum Jahr 2014 von zurzeit neun Maschinen pro Monat auf dann elf hochzufahren. Für das laufende Jahr gelte, dass alle von chinesischen Airlines bestellten Maschinen ausgeliefert würden.

Der EU-Emissionshandel (ETS) sorgt seit Monaten für Streit. China hatte seinen Airlines Anfang des Jahres die Teilnahme untersagt. Auch weitere Länder, darunter die USA und Russland, lehnen den Emissionshandel ab.  

Von: dpa-AFX, airliners.de
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