A320neo-Triebwerke stellen Lufthansa weiter vor Herausforderungen

27.08.2018 - 15:39 0 Kommentare

Bei Lufthansa sind bisher nur elf Airbus A320neo in Betrieb statt wie vorgesehen 20. Jetzt werden die Ersatzteile knapp. Konzern-Lenker Spohr geht von einer Verbesserung der Lage erst ab November aus.

Die erste A320neo in den neuen Farben der Lufthansa. - © © Lufthansa -

Die erste A320neo in den neuen Farben der Lufthansa. © Lufthansa

Die anhaltenden Lieferschwierigkeiten bei Triebwerkshersteller Pratt & Whitney stellen die Lufthansa weiter vor Probleme, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zwar habe der Hersteller einzelne Getriebekomponenten mittlerweile verbessert, dennoch gilt die erste Version weiter als defektanfällig und wartungsintensiv.

Laut Bloomberg rechnet Lufthansa-Lenker Carsten Spohr nicht mit einer Verbesserung der Lage vor November. Das geht aus einem Brief an die Beschäftigten hervor. Denn frühestens ab November soll Lufthansa mangelfreie Triebwerke von Pratt & Whitney bekommen.

Weltweit keine Ersatzteile verfügbar

Weiter heißt es in dem Schreiben, dass Lufthansa-Ingenieure den Globus nach Reservemotoren abgesucht haben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, aber es seien keine verfügbar. So habe die Lufthansa ihren letzten Ersatzmotor am 14. August eingebaut. "Das ist das erste Mal, dass ich mich erinnere, dass wir ohne einen einzigen Motor in Reserve arbeiten", so Spohr.

© AirTeamImages.com, Steve Flint Lesen Sie auch: Mit diesen Problemen kämpft Airbus' "Kassenschlager" Hintergrund

Lufthansa hat vor gut zwei Jahren als erste Airline weltweit eine A320neo übernommen. Mittlerweile ist deren Zahl zwar auf elf gewachsen, aber eigentlich hätten es heute rund 20 sein sollen. Die elf Jets können allerdings nicht voll eingesetzt werden, sondern nur etwa die Hälfte der geplanten Flugstunden absolvieren, so Spohr.

Kapazitätsanpassung im Mai

Den vorerst letzten Neo-Jet hat die Airline Ende Juli erhalten. Die verspäteten Airbus-Maschinen waren einer der Gründe, warum die Lufthansa Group im Mai ihr Kapazitätswachstum reduzieren musste. Lufthansa hat 122 A320neo-Jets bestellt. Einen Lieferplan für die Neo-Jets über 2018 hinaus gebe es nicht, hieß es im Mai. Nur soviel: bis 2025 wolle man alle bestellen Neos erhalten haben.

Von: br
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