A320-Erfolg schafft 1000 neue Jobs bei Airbus in Hamburg

05.08.2019 - 11:45 0 Kommentare

Airbus hat in Hamburg rund 1000 neue Jobs schaffen. Das A320-Programm verkauft sich so gut, dass die Belegschaft im zweitgrößten Werk seit Monaten aufgestockt werden muss und nun knapp 14.000 Mitarbeiter umfasst.

A320-Montage in Hamburg-Finkenwerder. - © © Airbus - M. Lindner

A320-Montage in Hamburg-Finkenwerder. © Airbus /M. Lindner

Der Flugzeughersteller Airbus hat in seinem Werk in Hamburg-Finkenwerder seit Mitte vergangenen Jahres rund 1000 Mitarbeiter eingestellt. Das sagte eine Airbus-Sprecherin dem "Hamburger Abendblatt". Grund hierfür sei das gut gefüllte Auftragsbuch für die A320-Familie. Zusätzlich seien Arbeitskräfte aus dem A380-Programm hinzugestoßen, weil die Produktion des größten Passagierflugzeugs der Welt 2021 eingestellt werden soll.

Am Standort Hamburg seien derzeit knapp 14.000 Mitarbeiter beschäftigt, wird die Airbus-Sprecherin vom "Hamburger Abendblatt" zitiert. Ende 2017 waren es rund 12.700. Eingestellt wurden laut Bericht Struktur- und Ausrüstungsmechaniker, Maler/Lackierer sowie Ingenieure. Nach Angaben der Sprecherin sollen in diesem Jahr am Standort Hamburg weitere Mitarbeiter eingestellt werden.

Mehr Mitarbeiter für Single-Aisle-Produktion

Hamburg ist nach Toulouse der zweitgrößte Standort des Airbus-Konzerns und zugleich wichtigstes Werk für die Produktion der Schmalrumpfflugzeuge der A320-Familie.

Airbus hatte kürzlich gute Halbjahreszahlen vorgelegt, die zum Großteil auf dem Erfolg des Brot- und Butterprogramms A320 basieren. Der Hersteller lieferte in den ersten sechs Monaten 294 Maschinen der A320-Familie aus, davon 234 Neo-Versionen.

"Das Finanzergebnis des ersten Halbjahres spiegelt hauptsächlich den Produktionshochlauf bei der A320-Familie und die Umstellung auf die effizientere Neo-Version sowie weitere Fortschritte bei der Performance des A350-Programms wider", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury zu den Zahlen. Die Produktion der A320-Neo-Familie solle weiter hochgefahren werden.

© Airbus, Lesen Sie auch: Airbus ist erstmals mehr als 100 Milliarden Euro wert

Allerdings gestaltet sich die neue Airbus-Cabin-Flex-Version produktionstechnisch schwieriger als gedacht. Hier könnten mehr Mitarbeiter durchaus hilfreich sein, um eine stabile Fertigungsrate zu erreichen. Außerdem sondiert Airbus angesichts der guten Verkäufe der ACF- und XLR-Versionen auch Möglichkeiten, den Anteil der A321 an der aktuellen Produktionskapazität der A320-Familie zu erhöhen, wofür mehr Mitarbeiter benötigt würden.

Von: hr, dpa
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