USB-C-Buchse im Flugzeug-Sitz schafft 60 Watt

13.04.2018 - 07:30 0 Kommentare

Der Komponentenhersteller IFPL plant USB-C-Buchsen mit 60 Watt anzubieten. Damit wird das Laden von Notebooks per USB-Port möglich. Auch ein Bezahlsystem für Low-Cost-Carrier verspricht der Hersteller.

Das Netzteil kann in der Sitzlehne verstaut werden. - © © airliners.de - Andreas Sebayang

Das Netzteil kann in der Sitzlehne verstaut werden. © airliners.de /Andreas Sebayang

Der Komponentenhersteller IFPL hat auf der AIX mitgeteilt ab Mitte 2018 Airlines den USB Typ C mit Power Delivery anbieten zu können. Bis dahin will man mit der Entwicklung und Zertifizierung fertig sein. Wann die ersten Fluggesellschaften die Lösung einsetzen ist aber unklar. Bisher gibt es nur Gespräche mit potenziellen Kunden

Der USB Typ C ist verdrehsicher und IFPL ist jetzt soweit auch Energie per Power-Delivery-Standard zu übertragen. Ohne diesen Standard beschränkt sich USB Typ C auf maximal 15 Watt (5 Volt, 3 Ampere). Das reicht für Smartphones und Tablets aus. Mit Power Delivery darf aber auch die Spannung erhöht werden, was das Aufladen von modernen Notebooks ermöglicht oder das Schnellladen von Kleingeräten.

Das Limit soll bei 60 Watt liegen und alle Spannungen von Power Delivery unterstützt werden. Viele Geschäftskunden-Notebooks, bei denen das Laden per USB Typ C oft schon Standard oder zumindest alternativ möglich ist, brauchen eher geringere Werte um die 40 bis 60 Watt. Das Angebot ist also großzügig dimensioniert.

Payment-Lösung für Billigflieger

Billigfliegern bietet IFPL gleich die Möglichkeit einer Bezahlinfrastruktur für das Laden per USB an. Fluggäste können für einen geringen Betrag ihr Gerät laden. IFPL verspricht, dass sich mit der Payment-Lösung die Investitionskosten für USB-Installationen binnen eines Jahres wieder einnehmen lassen.

© Onair, Lesen Sie auch: Kein Flugzeugsitz ohne Stromanschluss Digital Passenger (3)

Für Fluggäste hat USB Typ C den Vorteil, dass kein klassisches Netzteil mehr mitgenommen werden muss. Es braucht nur ein entsprechendes Kabel, was mitunter kompliziert werden kann. Steckeradapter für verschiedene Steckdosen können entfallen und auch die wackeligen Multinorm-Steckdosen in Flugzeugen müssen nicht mehr genutzt werden.

IFPL verspricht zudem Wartungsfreundlichkeit, da das Netzteil aber auch der Power-Delivery-Chip nicht Teil der Buchse sind. Im Schadensfall muss nur die Buchse getauscht werden.

Drahtloses Laden für Business-Class-Reisende

Weitere Pläne sehen auch vor Wireless Qi anzubieten. Mit dem recht alten aber seit dem iPhone 8 und X wieder populärer gewordenen Standard können Geräte nur durchs Auflegen geladen werden.

Diese Option steht aber nur in der Business-Klasse zur Verfügung. Der Grund ist simpel, dort ist genügend Platz vorhanden. Vollständig entwickelt wurde das Produkt aber noch nicht. Man wartet auf einen Interessenten, um dann die hohen Zertifizierungkosten zu rechtfertigen. Bisher gibt es diesen nicht.

Von: as
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