2014 war bislang sicherstes Jahr der zivilen Luftfahrt

10.03.2015 - 09:55 0 Kommentare

Nach Angaben des Branchenverbands IATA ist 2014 das sicherste Jahr der zivilen Luftfahrt gewesen. Und das trotz einer Reihe von Flugzeugunglücken mit insgesamt 641 Opfern.

Ein Flugzeug fliegt an der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes vorbei. - © dpa - Frank Rumpenhorst

Ein Flugzeug fliegt an der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes vorbei. dpa /Frank Rumpenhorst

Trotz einiger tödlicher Flugzeugunglücke wie der verschwundenen Maschine MH370 ist das Jahr 2014 nach Angaben des internationalen Luftfahrtverbands IATA das sicherste in der zivilen Luftfahrt gewesen. Im vergangenen Jahr zählte der Verband nach jetzt veröffentlichten eigenen Angaben insgesamt zwölf tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 641 Opfern. Zwischen 2009 und 2013 waren es demnach durchschnittlich 19 Abstürze mit 517 Opfern pro Jahr.

Laut IATA-Bericht ereignete sich im Jahr 2014 ein Flugzeugunglück auf 4,4 Millionen Flüge. Die Quote liege bei 0,23 Unglücken pro einer Million Flüge und befinde sich damit auf dem tiefsten Stand in der Geschichte der Luftfahrt. 2013 habe die Quote bei 0,41 gelegen.

Nachverfolgbarkeit von Flugzeugen soll verbessert werden

"Obwohl sich das Thema Flugsicherheit einen guten Teil des Jahres auf den ersten Seiten der Zeitungen wiedergefunden hat, ist es sicher, das Flugzeug zu nehmen", sagte IATA-Chef Tony Tyler in Hongkong. Die Branche arbeite zudem daran, dass das Fliegen noch sicherer werde, bekräftigte er. Die Industrie sei sich darüber hinaus seit dem mysteriösen Verschwinden des Flugs MH370 der Malaysia Airlines auch einig, dass die Nachverfolgbarkeit von Flugzeugen verbessert werden müsse.

© dpa, Bernd Settnik Lesen Sie auch: ICAO-Plan: Passagiermaschinen sollen Koordinaten ständig senden

Malaysia Airlines war im vergangenen Jahr von einem zweiten schweren Flugzeugunglück betroffen. Der Absturz des Flugs MH17 im Juli im Osten der Ukraine wurde in dem IATA-Bericht aber nicht berücksichtigt, weil es sich dabei nicht um einen Unfall handelte. Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass die Maschine von prorussischen Rebellen abgeschossen wurde. Moskau sieht die Verantwortung hingegen bei Kiew.

Von: AFP
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